Feuerwehrverband für landesweites Sirenen-Netz

Stand: 21.07.2021 19:30 Uhr

Der Landesfeuerwehrverband befürwortet den Aufbau eines landesweiten Netzes von Sirenen. Es war seit 1990 in Ostdeutschland abgebaut worden.

Um die Bevölkerung vor Großbränden oder Hochwasser besser warnen zu können, sollte Mecklenburg-Vorpommern wieder ein landesweites Sirenen-Netz aufbauen. Das regte der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbands, Frank Bühring, im Gespräch mit NDR MV LIVE an. Sirenen könnten die Bevölkerung auch vor anderen Gefahren warnen, etwa wenn Unfälle mit Gefahrguttransporten eine größere Region bedrohen.

Umfassendes Sirenen-Netz nach 1990 abgebaut

Nach der Wiedervereinigung 1990 hatte der Bund sein Sirenen-Netz aufgegeben und die Sirenen den Kommunen zum Kauf angeboten. Der Bund ist für Warnungen im Kriegsfall zuständig, er schätzte die Notwendigkeit damals als äußerst gering ein. Einige Gemeinden griffen zu, andere verzichteten darauf. So haben etwa Neubrandenburg und Schwerin keine Sirenen mehr, die die Bevölkerung vor Gefahren warnen. Die Feuerwehrleute werden über andere Geräte oder Apps auf ihren Mobiltelefonen zum Einsatz gerufen. Laut Bühring habe das Hochwasser im Westen Deutschlands gezeigt, dass bei Katastrophen das Telefonnetz zusammenbrechen kann. Sirenen wären eine Möglichkeit, die Bevölkerung gegebenenfalls aufmerksam zu machen, sich über Radio, Fernsehen und Nachbarn zu informieren.

Weitere Informationen
Das Logo der Apps KATWARN und NINA. © NDR

Warn-Apps: NINA und KATWARN informieren über Gefahren

Apps wie NINA oder KATWARN sind sinnvolle Warnsysteme. Doch Stromausfälle können Mobilfunk und Internet lahmlegen. mehr

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 21.07.2021 | 19:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Eine Mund-Nasen-Maske hängt an einem Tisch im Klassenzimmer. © picture alliance/Eibner-Pressefoto/Weber/Eibner-Pressefoto Foto: Weber/Eibner-Pressefoto

Ministerin will Schul-Schließungen bei steigender Inzidenz vermeiden

Die Gesundheitsämter sollen entscheiden, wie auf Corona-Infektionen in Klassen oder Schulen reagiert werden soll. mehr