Stand: 23.07.2018 17:21 Uhr

Feuerwehren in MV bereit für Schweden-Einsatz

In Schweden kämpfen Feuerwehren derzeit gegen massive Waldbrände.

Die Zahl der Waldbrände in Schweden ist zwar zurückgegangen, die vier größten Feuer sind aber weiterhin außer Kontrolle. Sollte sich die Situation verschlimmern, könnten Einsatzkräfte aus dem Mecklenburg-Vorpommern Hilfe leisten. Das teilte das Innenministerium in Schwerin am Montag mit. Derzeit benötige das Nachbarland Schweden aber keine Hilfe aus Mecklenburg-Vorpommern, sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage von NDR 1 Radio MV. In dem nordeuropäischen Land brennen seit Tagen Wälder auf einer Fläche von mehr als 200 Quadratkilometern.

Mit der Fähre nach Schweden?

Für die kommenden Tage sind in Schweden den Angaben zufolge weiterhin Hitze und Trockenheit vorhergesagt. Sollten die Brände wieder schlimmer werden und die Skandinavier beim Bund Unterstützung anfordern, wäre Mecklenburg-Vorpommern bereit zu helfen, so der Sprecher weiter. Innerhalb von 24 Stunden könnten zwei bis drei Fahrzeuge und bis zu 35 Feuerwehrkräfte aus dem Raum Rostock per Fähre zum Einsatz nach Schweden reisen.

Nienburger Feuerwehrleute helfen schon in Schweden

Aus Niedersachsen und Hessen sind bereits Kräfte vor Ort - ebenso aus Polen, Italien und Frankreich. Die 52 freiwilligen Feuerwehrleute aus dem niedersächsischen Landkreis Nienburg kamen am Montagmorgen in der am stärksten betroffenen Region Dalarna in der Mitte Schwedens an. Dort zeigte sich, dass der Einsatz keineswegs ungefährlich ist. Weil sich die Lage an ihrem geplanten Einsatzort laut niedersächsischem Innenministerium verschärfte, fuhren die Nienburger kurzerhand rund 80 Kilometer weiter nach Särna.

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Hitze: Der Norden schwitzt weiter

Im Norden bleibt es sonnig und heiß: Am Mittwoch ist das Thermometer auf bis zu 36 Grad gestiegen. Örtlich gab es aber Gewitter. Die kommenden Tage soll es wieder trocken bleiben. mehr

Ministerium: Waldbrandschutz in MV bleibt gewährleistet

Auch in Mecklenburg-Vorpommern herrscht derzeit wegen der Hitze und anhaltender Trockenheit eine erhöhte Brandgefahr. Für einige Regionen gilt nach wie vor die zweithöchste Waldbrandwarnstufe 4. Das Innenministerium in Schwerin verwies darauf, dass im Fall eines Einsatzes hiesiger Feuerwehrleute in Schweden der Brandschutz in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin gewährleistet bleibe.

Temperaturen klettern weiter

In den vergangenen Tagen war es im Nordosten zu mehreren Bränden mit hohen Schäden gekommen. Zudem sagen Wetterexperten für diese Woche hierzulande eine Hitzewelle mit bis zu 35 Grad voraus. Den Höhepunkt erwartet Meteorologe Stefan Kreibohm aus dem NDR Wetterstudio auf Hiddensee am Donnerstag oder Freitag. Ihm zufolge könnte es im Binnenland die bisher heißeste Woche des Jahres werden. Nennenswerte Niederschläge sind vorerst nicht in Sicht.

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Die 52 Nienburger Feuerwehrleute sind für ihren Waldbrand-Einsatz in Schweden an einen anderen Ort umgeleitet worden. Im zunächst geplanten Gebiet ist die Gefahr zu groß. (23.07.2018) mehr

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Mecklenburg-Vorpommern sieht in dieser Woche einer Hitzewelle mit bis zu 35 Grad entgegen. Für die Landwirte, Feuerwehrleute und ältere Menschen ist weiterhin keine Entspannung in Sicht. (23.07.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.07.2018 | 17:30 Uhr

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