Stand: 21.01.2020 09:53 Uhr

Festung Dömitz: Weiter kein Geld für Sanierung

Besucher betreten durch ein Tor die Festungsanlage Dömitz. © picture-alliance / ZB Foto: Jens Büttner
Das Kommandantenhaus ist wegen statischer Probleme für Besucher gesperrt. (Archivbild)

Zweieinhalb Jahre nach der Sperrung des Kommandantenhauses der Festung Dömitz hofft die Stadt noch immer auf Hilfe des Landes. Es geht um mindestens 16 Millionen Euro - allein für die Sicherung, die Restaurierung und den Umbau des bedeutenden Gebäudes.

Stadt will Zuständigkeit an Land übergeben

Nach wie vor ist unklar, wer die dringend nötigen Sanierungsarbeiten bezahlt. Das wurde am Montagabend im zuständigen Ausschuss der Stadtvertretung deutlich. Ebenfalls in der Diskussion ist die Frage, wer künftig die laufenden Kosten der Festung Dömitz trägt. Wenn es nach den Stadtpolitikern geht, soll das Land zahlen. Die Stadt sieht sich finanziell überfordert.

Arbeitsgruppe prüft Fördermöglichkeiten

Ein Versuch, das Land zu einer Übernahme des Denkmals zu bewegen, war im vergangenen Jahr gescheitert - allerdings kam unter Vermittlung des Bürgerbeauftragten Matthias Crone ein Kompromiss zustande: Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der zuständigen Ministerien und der Stadt soll zum Beispiel klären, welche Fördertöpfe es gibt. Das Kommandantenhaus ist das wohl prägendste Gebäude der 460 Jahre alten Festung Dömitz - aus statischen Gründen musste es 2017 für die Besucher gesperrt werden.

Weitere Informationen
Luftaufnahme der Dömitzer Festung © NDR Foto: Andreas Vones aus Dersau

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.01.2020 | 08:00 Uhr

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