Stand: 04.04.2020 11:06 Uhr

Fehlendes Ostergeschäft trifft Tourismus hart

Der Geschäftsführer des Landestourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern, Tobias Woitendorf. © TMV Foto: Danny Gohlke
Der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Woitendorf, rechnet damit, dass über die Osterfeiertage eine Viertelmillion Gäste nach MV gekommen wäre.

Durch das Verbot von Urlaubsreisen fällt für die Tourismuswirtschaft das Ostergeschäft vollständig weg. Dabei hatten die Betriebe über die Feiertage viele Gäste erwartet. Wie der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf, der Deutschen Presse-Agentur sagte, hätten die Touristiker mit mindestens einer Viertelmillion Gäste gerechnet. "Die Ausgangslage war eigentlich gut", so Woitendorf. Die Unternehmen seien nun weiter dabei, einen Überlebensmodus zu finden.

Dehoga: "Wir müssen alle durchhalten"

Dehoga-Präsident Lars Schwarz sagte, der Wegfall des Ostergeschäfts treffe jetzt die schwächsten Betriebe am härtesten: "Sie sind dringendst darauf angewiesen, dass das Geschäft nach den Wintermonaten stark anzieht", so Schwarz. Er kenne kein Unternehmen in der Branche, dass Kurzarbeit für sich ausschließen könne, so der Verbands-Präsident. Schwarz appellierte an die Betriebe, nun die aufgelegten Hilfsprogramme auch zu nutzen: "Wir müssen alle durchhalten. Wir brauchen jeden Einzelnen - gerade wenn ich auf die Zukunft blicke, wenn das touristische Leben wieder anläuft", sagte Schwarz.

Lob für Maßnahmenpaket

Tourismusbetriebe, die durch die Krise in Existenznot geraten sind, können auf Hilfen aus einem Maßnahmenpaket des Landes von rund 1,1 Milliarden Euro hoffen. Es beinhaltet laut Wirtschaftsministerium beispielsweise Liquiditätshilfen durch Darlehensprogramme, Bürgschaften sowie Soforthilfen, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Diese Maßnahmen lobten die Branchen-Vertreter: "Man kann attestieren, dass Bund und Land schnellstmöglich gehandelt haben", so Woitendorf.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 04.04.2020 | 12:00 Uhr

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