Stand: 20.01.2020 12:53 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Ex-Freundin von Marias Mörder verurteilt

Nach dem Urteil gegen die Mörder der 18-jährigen Maria aus Zinnowitz vor gut vier Monaten musste sich am Montag die Ex-Freundin des Haupttäters wegen Strafvereitelung vor dem Greifswalder Amtsgericht verantworten. Dass die heute 18-Jährige nach der Tat in einer polizeilichen Vernehmung falsch ausgesagt haben soll, räumte sie während der Verhandlung vor dem Jugendrichter ein. Zum Tatzeitpunkt war sie mit dem Haupttäter liiert, der ihr vor der Tat von seinen Mordplänen berichtet haben soll. Außerdem galt die Zinnowitzerin als beste Freundin der schwangeren Maria.

Ex-Freundin von Marias Mörder verurteilt

Nordmagazin -

Nachdem der Haupttäter für den Mord an der schwangeren Maria kürzlich verurteilt wurde, hat das Greifswalder Amtsgericht jetzt seine Ex-Freundin zu Erziehungsmaßregeln verurteilt.

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Genaues Strafmaß nicht bekannt

Da sie zur Tatzeit im März 2019 noch nicht volljährig war, fand der Prozess vor dem Amtsgericht Greifswald unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Greifswalder Amtsgericht verurteilte die Ex-Freundin des Haupttäters zu sogenannten Erziehungs-Maßregeln. Das genaue Strafmaß sowie Einzelheiten der Anklage wurden zum Schutz der Angeklagten nicht öffentlich gemacht.

Maßregelvollzug und Jugendhaftstrafe für Haupttäter

Der Prozess um den Mord an der schwangeren Maria hatte wegen der Brutalität der Tat großes Aufsehen erregt. Dem Urteil zufolge hatten sich die damals 19 und 21 Jahre alten Täter im März vergangenen Jahres zu der Tat verabredet, weil sie einen Menschen sterben sehen wollten. Für den 19-jährigen Haupttäter ordnete das Landgericht Stralsund die Unterbringung im Maßregelvollzug in einer Psychiatrie. an. Außerdem wurde er zu einer zwölfjährigen Jugendhaftstrafe verurteilt. Der 21-Jährige erhielt eine lebenslange Haftstrafe unter Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Eine vorzeitige Entlassung ist bei beiden so gut wie ausgeschlossen.


20.01.2020 14:07 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer vorherigen Version dieses Artikels hieß es, das Gericht habe die junge Frau zu einer Jugendstrafe verurteilt. Korrekt ist, dass sie nach Jugendstrafrecht zu Erziehungs-Maßregeln verurteilt wurde. Wir haben den Absatz entsprechend korrigiert und bitten die Ungenauigkeit zu entschuldigen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.01.2020 | 13:00 Uhr

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