Stand: 25.10.2019 11:30 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Eurofighter-Absturz: Abschlussbericht soll bald kommen

Bei dem Unglück Ende Juni konnte sich ein Pilot mit dem Schleudersitz retten, ein anderer kam ums Leben. (Archivbild)

Der endgültige Bericht über den Absturz zweier Eurofighter-Jets der Luftwaffe im Sommer über der Mecklenburgischen Seenplatte soll Anfang 2020 fertig sein. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg geht davon aus, das Unglück aufzuklären zu können. Im Moment untersuchen Experten in akribischer Feinarbeit die Wrackteile.

Experten setzen Trümmerteile zusammen

Die Trümmerstücke werden derzeit in sogenannten Sheltern - mit Gras bewachsenen Hangars - auf dem Luftwaffenstützpunkt Laage bei Rostock aufbewahrt. Dort setzen die Experten des Luftfahrtbundesamtes der Bundeswehr die Teile unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen Stück für Stück zusammen. Die Fachleute wollen so herausfinden, ob möglicherweise ein technischer Defekt die Ursache für den Absturz war.

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Flugschreiber bereits ausgewertet

Die Auswertung der Flugschreiber ist den Angaben zufolge bereits abgeschlossen. So konnte eine Computer-Animation über die genauen Flugkurse der Jets angefertigt werden. Nach jetzigem Stand stimmen diese mit den Beschädigungen der Maschinen überein, wie die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg erklärte. Wenn Ergebnisse vorliegen, sollen zunächst die Angehörigen des tödlich verunglückten Piloten informiert werden, danach die Öffentlichkeit.

Tödliche Flugübung über der Seenplatte

Ende Juni waren die beiden Jets bei einer Flugübung über der Gemeinde Nossentiner Hütte kollidiert und abgestürzt. Ein Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten, ein 27-Jähriger starb. Die Wracks stürzten nur wenige Hundert Meter neben Dörfern auf Felder und in Wälder. Am Boden wurde niemand verletzt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 25.10.2019 | 11:00 Uhr

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