Stand: 14.07.2016 10:59 Uhr

Erstes "Geisternetz" mit neuer Methode geborgen

Mit einer neuen Bergungsmethode haben Umweltschützer des WWF vor Rügen ein zwei Tonnen schweres Netzknäuel aus der Ostsee geholt. Möglich wurde die Bergung durch eine rund 200 Kilogramm schwere und einen Meter breite Egge, die beim Einsatz über den Meeresboden gezogen wird.

Jährlich gehen in der Ostsee Schätzungen zufolge rund 10.000 Netze und Netzteile aus der Fischerei verloren. Die sogenannten "Geisternetze" bedrohen Meerestiere und die Schiffahrt. Der Einsatz vor Rügen und Usedom ist Teil eines internationalen Projektes. Beteiligt sind Fischer sowie Umweltverbände aus Schweden, Estland, Finnland, Deutschland und Polen. In den kommenden drei Jahren soll erprobt werden, wie umweltverträglich der Einsatz der Egge ist und ob Lebensräume geschädigt werden. Außerdem ist eine Hotspot-Karte geplant, auf der Felder mit Netzen markiert sind.

Millionenförderung von der EU

Bislang suchen Taucher vor der deutschen Ostseeküste nach "Geisternetzen". Ihr Einsatz ist nach Angaben des WWF allerdings relativ teuer und koste viel Zeit. Zudem könnten mit der Egge größere Areale abgesucht werden. In das Projekt namens "MareLitt Baltic" investiert die EU rund 3,7 Millionen Euro.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.07.2016 | 08:00 Uhr

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