Stand: 18.09.2019 05:28 Uhr

Erster Herbststurm richtet Schäden in MV an

In Rostock rückten die Feuerwehren zu rund 20 Einsätzen aus.

Ein nach Osten ziehendes Sturmtief hat Mecklenburg-Vorpommern Schauer, Gewitter und Sturmböen beschert. In Rostock mussten die Feuerwehren am Dienstag zu knapp 20 sturmbedingten Einsätzen ausrücken, wie ein Sprecher der Rettungsleitstelle mitteilte. In der Innenstadt deckte der Sturm das Dach eines Mehrfamilienhauses nahezu auf ganzer Länge ab. Feuerwehrleute zersägten die Dachpappe, bevor sie auf die Straße fiel.

Blitzeinschläge in Wohnhäuser

Im Stadtteil Reutershagen schlugen Blitze in zwei Häuser ein und verursachten Schäden an der Elektrik. Auf einem Campingplatz in Markgrafenheide stürzte ein Baum dicht neben ein Sanitärgebäude. Zudem fielen ein abgerissener Ast sowie ein Baum im Rostocker Stadtgebiet auf parkende Autos.

Feuerwehreinsatz nach Herbststurm.

Schäden durch Herbststurm in MV

Nordmagazin -

In Rostock musste die Feuerwehr aufgrund des Herbststurms rund 20 Mal ausrücken. In Westmecklenburg wurden zwei Häuser vom Blitz getroffen und auf der Müritz kenterte eine Segelboot.

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Müritz: Segelboot gekentert - Besatzung gerettet

Auf der Müritz bei Klink kenterte bei Windstärke acht ein Segelboot mit fünf Besatzungsmitgliedern. Die fünf Personen an Bord retteten sich auf ein Fahrgastschiff. Das Boot wurde aufgerichtet und abgeschleppt. Im Einsatz waren auch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, der Wasserwacht und der Polizei. Bei Neuenkirchen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wurde ein 16-jähriger Mopedfahrer von einer Windböe erfasst. Beim Sturz zog sich der Jugendliche schwere Verletzungen zu, teilte die Polizei mit.

Umgestürzte Bäume blockierten Straßen

In Mühlen Eichsen (Landkreis Nordwestmecklenburg) stürzte eine Kastanie am Ortseingang in Richtung Wismar um. Die B208 war zeitweise beidseitig gesperrt, die Feuerwehr entfernte den Baum von der Straße. Auch in Plau am See, Cambs und Kirch Stück blockierten umgestürzte Bäume kurzzeitig die Straßen. Nach Angaben der Feuerwehr zogen die Böen mit Spitzengeschwindigkeiten von 75 km/h über das Land. Die Einsatzkräfte in Nordwestmecklenburg mussten bis zum Abend zwölf Mal ausrücken. Verletzt wurde niemand.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 18.09.2019 | 06:00 Uhr

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