Stand: 09.05.2019 17:46 Uhr

Erster Bildungsgipfel für gute Schule in MV

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Schüler, Eltern und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern schlagen angesichts der aktuellen Situation an den Schulen im Land Alarm. (Archivbild)

In Mecklenburg-Vorpommern sind weitere gemeinsame Gespräche für eine Verbesserung der Situation an den Schulen vereinbart worden. Gut zwei Stunden saßen die Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter mit den Fraktionen und der Landesregierung zusammen. Viel Zeit zum Kennenlernen bleibt beiden Seiten nicht, denn das Thema eilt: Das neue Schulgesetz, bei dessen Anhörung sich viele Verbände nicht angemessen beteiligt sahen, sollte eigentlich schon im Mai im Landtag verabschiedet werden.

Schwesig: Brauchen praktikables Schulgesetz

Nach dem öffentlichen Protest der Bündnis-Vertreter wurde das Thema zwar auf die Juni-Sitzung verschoben, die Forderungen aber bleiben. Die Initiatoren möchten Gewissheit haben, dass die Schulen im Land für alle gesetzlichen Neuregelungen auch ausgestattet werden. Diese Sorge scheint bei Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) angekommen zu sein: "Wir brauchen ein Schulgesetz in Mecklenburg-Vorpommern, das in der Praxis gut ankommt und breit getragen wird."

Viele Probleme

Viele Probleme haben sich Schwesig zufolge aufgestaut. So habe das Thema Lehrergewinnung stark an Bedeutung gewonnen. Die Gewerkschaft GEW fordert mit Blick auf fehlende Grundschullehrer, diese besser zu bezahlen - und zwar so, wie ihre Kollegen in den höheren Klassen. Bisher verdienen Grundschullehrer bis zu mehrere hundert Euro weniger. Auch die bisherige Umsetzung der Inklusion steht als nicht ausreichend in der Kritik. Beides kostet Geld. Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Marc Reinhardt, sagte: "Die designierte Bildungsministerin (Bettina Martin, SPD) bekommt Hausaufgaben."

Weitere Gespräche in der kommenden Woche

Die Gesprächsrunde heute war nur der Auftakt. "Der erste Schritt, dass sich etwas ändert ist, dass Türen geöffnet werden. Das haben wir heute erlebt, glaube ich", sagte Maik Walm, Landesvorsitzender der GEW. Der nächste Schritt soll bereits am kommenden Dienstag folgen. Dann sollen die umstrittenen Themen im Bildungsministerium beraten werden - zusammen mit den Regierungsfraktionen.

Kompromisse erwartet

"Der Teil Inklusion ist derjenige, der am meisten Diskussionen braucht", sagte Heike Walter von der Schulleitungsvereinigung. Dabei werde es am Ende einen Kompromiss geben müssen, denn zu dem Thema gebe es sehr viele unterschiedliche Standpunkte, so Walter.

Das "Bündnis für gute Schule" aus Lehrerverbänden sowie Eltern- und Schülervertretern hatte sich als Antwort auf den umstrittenen Entwurf für eine Schulgesetz-Novelle von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) im März gegründet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.05.2019 | 17:00 Uhr

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