Stand: 21.03.2019 07:00 Uhr

Erste Klärschlammanlage soll in Stavenhagen entstehen

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In der geplanten Anlage sollen bis zu 160.000 Tonnen getrocknete Fäkalien verbrannt werden. (Archivbild)

Trotz ähnlicher Pläne in Rostock will das Energieunternehmen EEW in Stavenhagen eine Verbrennungsanlage für Klärschlamm bauen. Das Kraftwerk soll spätestens 2023 in Betrieb gehen, deutlich früher, als die von der Klärschlamm-Kooperation MV geplante Anlage in Rostock.

Kooperation angedacht

Rund 40 Millionen Euro will die Firma in das Projekt investieren. Mit der Anlage können jährlich bis zu 160.000 Tonnen Klärschlamm verbrannt werden. Das ist das Vierfache der Menge, die in Mecklenburg-Vorpommern anfällt. Schon jetzt gebe es Vorabsprachen, die mehr als die Hälfte der Kapazität auslasten würden, erklärte ein Sprecher von EEW. Besonderes Interesse bestünde im Raum Berlin und Brandenburg. Auch an einer Zusammenarbeit mit der Klärschlamm-Kooperation MV sei EEW interessiert. Der Geschäftsführer, Klaus Rohde, bestätigte, dass es Gespräche dazu bereits gebe.

Eine Klärschlammanlage.

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Spezialist für Verwertung

EEW betreibt am Standort Stavenhagen bereits ein Kraftwerk, das die benachbarte Pfanni-Produktion mit Wärmedampf versorgt. Das Unternehmen hat in Deutschland 18 Anlagen und ist spezialisiert auf die Verwertung thermischer Abfälle. Im Vorjahr wurden an den anderen Standorten bereits 85.000 Tonnen Klärschlamm verbrannt.

Rostock plant ebenfalls eine Anlage

Auch in Rostock soll eine Klärschlammverbrennungsanlage entstehen. Laut Schätzungen kostet das Projekt etwa 50 Millionen Euro und soll in Rostock-Bramow entstehen. Gebaut und betrieben wird die Analge von der Klärschlamm-Kooperation MV - ein Verbund kommunaler Abwasserentsorger aus dem ganzen Land. In der Anlage sollen ab 2024 etwa 100.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr aufbereitet und verbrannt werden.

Landesweit pro Jahr 40.000 Tonnen Klärschlamm

Landesweit fallen pro Jahr 40.000 Tonnen Schlamm in den Kläranlagen an. Rostock fährt derzeit seinen Klärschlamm nach Hamburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.03.2019 | 07:00 Uhr

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