Stand: 26.09.2020 09:33 Uhr

Erneuter Rettungseinsatz an Rügener Steilküste

Rügens Kreideküste © NDR Foto: Norbert Brandt aus Neubrandenburg
Am Königsstuhl wurden am Donnerstag zwei Urlauber aus Thüringen aus einer Felswand in 15 Meter Höhe gerettet. (Archivbild)

Erneut sind leichtsinnige Urlauber an der Steilküste Rügens gerettet worden. Am Königsstuhl wollte ein Paar aus Thüringen am Donnerstag die Felswand hochklettern. Die 43-jährige Frau und der 55-jährige Mann waren am Strand spazieren gegangen und wollten nach Polizeiangaben ihre Strecke abkürzen. Auf etwa 15 Metern Höhe kam das Ehepaar weder vor noch zurück und musste einen Notruf absetzen.

Sassnitzer Höhenretter befreiten das Ehepaar

In einem knapp vierstündigen Einsatz haben Polizisten, Beamte der Wasserschutzpolizei, Rettungskräfte und die Feuerwehrleute der Höhenrettung Sassnitz die beiden aus ihrer misslichen Lage befreit. Sie blieben unverletzt. Das Ganze passierte rund vier Kilometer entfernt vom letzten Einsatzort am vergangenen Wochenende. Da mussten Feuerwehrleute in Lohme zwei Urlauberinnen retten, nachdem sie ebenfalls ihren Weg über die Steilküste abkürzen wollten und in eine Notlage gerieten.

Gerettetem Ehepaar drohen Gebühren von 1.000 Euro

Nach Angaben der Stadt Sassnitz wurde inzwischen Anzeige bei der Polizei gestellt. Sollte sich bei den Ermittlungen der Verdacht auf grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz der Urlauber bestätigen, will die Stadt dem Pärchen einen Gebührenbescheid über rund 1.000 Euro schicken.

Immer wieder leichtsinnige Spaziergänger

An Rügens Steilküste müssen immer wieder leichtsinnige Spaziergänger und Wanderer gerettet werden. Manchmal kommt es sogar zu tödlichen Abstürzen. Zuletzt war am 11. Februar dieses Jahres ein Mann tot am Fuß der Wissower Klinken gefunden worden, der nach einem Sturz seinen schweren Verletzungen erlegen war. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass an Steilküsten nur freigegebene Abstiege zu nutzen sind.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 25.09.2020 | 12:00 Uhr

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