Stand: 25.01.2019 15:14 Uhr

Ermittlungen nach Schiffskollision vor Rügen

Nach der Kollision zweier Frachtschiffe auf der Ostsee vor Rügen wird gegen beide Schiffsführer ermittelt. Einer der Frachter wurde bei dem Unfall am frühen Freitagmorgen an der Seite stark beschädigt. Die Ermittler gehen momentan von menschlichem Versagen aus, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei NDR 1 Radio MV. Ermittelt werde wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und Fahrlässigkeit.

"Norvind" scheint Verursacher zu sein

Offensichtlich seien die sogenannten Kollisionverhütungsregeln nicht beachtet worden, also die Rechts-vor-Links-Regelung. Auch wenn gegen beide Schiffsführer ermittelt wird, scheint der norwegische Frachter "Norvind" der Verursacher der Kollision zu sein, so der Sprecher. Warum der Kapitän die Regelung missachtet haben könnte, ist noch nicht bekannt.

Besatzung bringt Wassereinbruch unter Kontrolle

Etwa 15 Kilometer östlich von Sassnitz war das 134 Meter lange deutsche Containerschiff "Beate" in die Seite des 110 Meter langen Stückgutfrachters "Norvind" gefahren. Es sei auf dem norwegischen Schiff zu einem größeren Wassereinbruch gekommen, der aber von der Besatzung mit Pumpen unter Kontrolle gebracht werden konnte, hieß es. Verletzt wurde niemand.

Frachter "Beate" ist bereits wieder unterwegs

Die beiden Schiffe konnten mit eigener Kraft, aber in Begleitung von zwei Seenotkreuzern, in den Hafen Sassnitz-Mukran fahren. Die "Norvind" hat ein vier mal vier Meter großes Loch an der Seite und darf nicht mehr weiterfahren. Der deutsche Frachter "Beate" ist nur am Bug leicht beschädigt und konnte am Nachmittag wieder in See stechen. Umweltgefährdende Stoffe sind nach derzeitigen Erkenntnissen nicht ausgetreten.

Wassereinbruch auf Frachter vor Rügen

Zwei Seenotkreuzer und ein Hubschrauber alarmiert

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatte der Kapitän der "Norvind" gegen 4 Uhr einen Notruf abgesetzt. Zwei Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger liefen sofort von den Stationen Sassnitz und Greifswalder Oie aus. Zudem alarmierte die Seenotleitung einen Hubschrauber. Es herrschte in der Nacht vor Ort Windstärke drei und Schneefall. Die "Norvind" war mit zehn Besatzungsmitgliedern von Sassnitz-Mukran nach Danzig unterwegs, die "Beate" mit 13 Seeleuten von Stettin nach Bremerhaven.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 25.01.2019 | 15:00 Uhr

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