Stand: 29.08.2018 06:17 Uhr

Ermittlungen bei German Pellets kurz vor Abschluss

Bild vergrößern
Gegen den Ex-Geschäftsführer German Pellets in Wismar laufen Ermittlungen unter anderem wegen Insolvenzverschleppung.

Mehr als zwei Jahre nach der Insolvenz des Wismarer Holzverarbeiters German Pellets stehen die Ermittlungen gegen den ehemaligen Geschäftsführer, Peter Leibold, kurz vor dem Abschluss. Es geht um Insolvenzverschleppung, Veruntreuung und Unterschlagung.

Umfangreiches Gutachten zur Insolvenz

Die Staatsanwaltschaft Rostock wird nach eigenen Angaben in etwa zwei Monaten entscheiden, ob gegen Leibold Anklage erhoben wird. Es werde mit Hochdruck ermittelt, hieß es. Mittlerweile liege auch ein umfangreiches Wirtschaftsgutachten vor. Parallel laufen mehr als 100 zivilrechtliche Klagen auf Schadenersatz, denn vor der Insolvenz hatten 17.000 Anleger dem Wismarer Holzverarbeiter rund 270 Millionen Euro anvertraut, überwiegend in Form von Anleihen. Dieses Geld ist größtenteils verloren, die Anleger fühlen sich betrogen.

Leibold weiter in der Branche aktiv

Die Insolvenz von German Pellets vor zwei Jahren war eine der größten Wirtschaftspleiten der vergangenen Jahre in Deutschland. Knapp 650 Mitarbeiter verloren ihren Job. Unterdessen ist Peter Leibold weiter im Pelletgeschäft aktiv. Vor kurzem hat er die Firmenleitung eines Pelletwerks im sächsischen Rothenburg übernommen. Das Werk der Eko Energy gehört zur Mitteldeutschen Pellet Vertrieb (MPV) in Leipzig. Die Geschäftsführerin ist Leibolds Tochter.

Dieses Thema im Programm:

Die Frühaufsteher | 29.08.2018 | 06:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

01:55
Nordmagazin
00:50
Nordmagazin