Arbeiter gießen flüssiges Eisen in vorbereitete Formen. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner

Eisengießerei Torgelow wird fortgeführt

Stand: 27.04.2021 10:55 Uhr

Die insolvente Eisengießerei Torgelow hat wieder eine Zukunftsperspektive. Das ist das Ergebnis einer Gläubigerversammlung. Im Juli hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet.

Hintergrund der Insolvenz waren Probleme infolge der Corona-Pandemie. Verbindungen zu wichtigen Geschäftspartnern im Ausland waren abgebrochen. Das Unternehmen begann, die Insolvenz in Eigenregie zu führen. Das Eigenverwaltungsverfahren hatte im Juli 2020 begonnen. Das Amtsgericht Neubrandenburg eröffnete den Angaben zufolge zu Monatsbeginn das Insolvenzverfahren und bestätigte die vom Unternehmen angestrebte Eigenverwaltung. Damit steuere die Geschäftsführung die Sanierung selbst und könne den erfolgreichen Sanierungskurs fortsetzen.

Liquidität ist offenbar gesichert

Nach Angaben des Unternehmens hat sich die Situation inzwischen verbessert. Kunden hätten neue Produkte in Auftrag gegeben. Es seien sogar neue Kunden gewonnen worden. Dadurch werde die vorsorglich bereits angemeldete Kurzarbeit in spürbar geringerem Maße notwendig, hieß es. Die Löhne und Gehälter werden nun wieder aus dem laufenden Betrieb erwirtschaftet. Die notwendige Liquidität sei auf absehbare Zeit gesichert. Die Gläubiger haben zugestimmt, dass das Unternehmen fortgeführt wird und es die Sanierung selbst fortsetzt.

Angebote von Investoren erwartet

Indessen läuft die Suche nach Investoren. In den nächsten Wochen sollen bindende Angebote auf dem Tisch liegen. Die Gießerei hat eine 250-jährige Tradition und stellt vor allem tonnenschwere Bauteile für Windkraftanlagen her. Auch Gussteile für Großdieselmotoren, den Maschinen-, Behälter- und Anlagenbau kommen aus Torgelow. Das Unternehmen hat rund 270 Gießereimitarbeiter.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 27.04.2021 | 08:00 Uhr

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