Stand: 21.03.2020 13:36 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Einkaufen in Corona-Zeiten: Kundenzahl begrenzt

Kunden warten mit Sicherheitsabstand vor einem Supermarkt in Schwerin. Der Einkaufsmarkt lässt wegen des Coronavirus nur 30 Kunden gleichzeitig in die Verkaufsräume.

Begrenzter Kundenzugang und Kassierer mit Schutzhandschuhen: Das Einkaufen im Supermarkt ist in Zeiten des Coronavirus ein hochsensibles Thema. Es gab schon Handgreiflichkeiten in einigen Läden in Deutschland. In Mannheim und Bremen musste sogar die Polizei kommen, weil sich Kunden um Toilettenpapier gestritten hatten. Auch in Mecklenburg-Vorpommern reagieren die Geschäfte auf die neue Situation durch das Virus.

Geschäfte begrenzen Kundenzugang

In Schwerin gibt es Supermärkte, die nur noch wenige Kunden auf einmal einkaufen lässt. Ein Einkaufsmarkt in der Weststadt begrenzte den Zugang auf 30 Kunden gleichzeitig. Vor dem Markt bildete sich eine Schlange mit Menschen, die mit Sicherheitsabstand geduldig auf Einlass warteten. Mehrere kleinere Geschäfte - unter anderem eine Apotheke in Stralsund - lassen nur noch zwei Kunden gleichzeitig in die Geschäftsräume. In den Geschäften soll so Gedränge vermieden und die Ansteckungsgefahr verringert werden. Um die Angestellten zu schützen, wird mancherorts Desinfektionsmittel eingesetzt. Kunden werden teilweise gebeten, möglichst bargeldlos bezahlen. In einigen Geschäften muss das Geld in eine Schale gelegt werden, Münzen und Geldscheine sollen nicht mehr von Hand zu Hand gehen

Kassierer mit Handschuhen, Klebebänder auf dem Fußboden

In einem Supermarkt in Wismar wird das Geld nur noch mit Handschuhen kassiert. In einigen Geschäften wird darauf geachtet, dass die Kunden Abstand halten. Dazu wurden Klebebänder auf den Fußböden angebracht. Einige kleinere Händler, beispielsweise in Mestlin, liefern den Kunden die Einkäufe direkt nach Hause.

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Im Nordosten wurde das Sonntagsverkaufsverbot gelockert. Die Maßnahme trage vielen Wünschen von Einzelhandel und Bevölkerung Rechnung, wie Landrat Michael Sack (CDU) in Greifswald erklärte. Diese jetzt verfügte Aussetzung des Sonntagsverkaufsverbots dürfte nach Einschätzung des Handelsverbands Nord in Mecklenburg-Vorpommern nur von eher wenigen Geschäften genutzt werden. Große Ketten wie Edeka, Rewe, Aldi und Lidl haben bereits angekündigt, dass sie an den gewohnten Öffnungszeiten von Montag bis Sonnabend festhalten wollen.

Toilettenpapier im Internet für 20 Euro

Für die derzeit vielfach beobachtete Toilettenpapier-Knappheit hat der Handelsverband keine Erklärung. Es sei auch völlig unnötig, Lieferengpässe erwartet er jedenfalls nicht, sagte ein Sprecher. Trotzdem: Die Preise für Toilettenpapier im Internet sind explodiert - 12 Rollen werden dort bereits für bis bis zu 20 Euro angeboten.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.03.2020 | 16:40 Uhr

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