Stand: 18.09.2020 14:00 Uhr

Einigung im Streit um Ferienhaus auf Usedom

Zwei Wohnhäuser stehen im Schilfgürtel © NDR Foto: NDR
Umweltschützer beklagten Regelverstöße beim Bau mehrerer Ferienhäuser auf Usedom.

Die Gemeindevertreter in Benz auf Usedom haben sich Donnerstagabend mit knapper Mehrheit gegen den Rückbau der umstrittenen Ferienhäuser im Schilfgürtel des Balmer Sees entschieden. Dieser war wiederholt von Umweltverbänden und der SPD Kreistagsfraktion Vorpommern-Greifswald gefordert worden. Man einigte sich auf Entschädigungszahlungen. Deren Höhe wird in den kommenden Wochen durch die Umweltbehörde des Landkreises festgelegt. Betroffen ist unter anderem das Grundstück eines hohen Landesbeamten.

Streit wegen der Grundstücke

Die Ferienhäuser sorgten lange für Streit auf Usedom und in der Landespolitik. Von Kungelei in der CDU war die Rede, der damalige Bürgermeister Karl-Heinz Schröder habe die Grundstücke an seine Parteikollegen Lorenz Caffier und Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph unter Preis verkauft.

Ferienhäuser beschäftigten Gericht

Das SPD-geführte Infrastrukturministerium hatte den gesamten Erschließungs- und Bauvorgang durchleuchtet, aber keine Anhaltspunkte für Verstöße gefunden - weder vom zuständigen Amt auf Usedom noch von Caffier. Auch nach Überzeugung Caffiers lief der Bau rechtmäßig. Über gegensätzliche Äußerungen, wonach das Ferienhaus "rechtswidrig" gebaut worden sein soll, musste das Landgericht Stralsund entscheiden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.09.2020 | 14:00 Uhr

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