Stand: 16.08.2019 12:54 Uhr

Ein Elch im Stadtgebiet von Anklam

Der junge Elchbulle, der seit Dienstag in Vorpommern unterwegs ist, ist am Freitagvormittag im Stadtgebiet von Anklam gesichtet worden. Bei der Einsatzleitstelle der Polizei gingen mehrere Anrufe von Bürgern ein, die dem Tier begegnet waren, wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage von NDR.de mitteilte. Auf einem Foto, das die Polizei über Twitter verbreitete, ist zu sehen, wie der Elch auf einem Garagengelände einem Mann mit einem Laubbesen gegenübersteht - mit nur wenigen Metern Anstand. "Besonders scheu ist der Elch nicht gerade", sagte die Sprecherin. Er habe sich bei der Begegnung mit den Menschen recht unbeeindruckt gezeigt.

Ein Elch läuft hinter einem Zaun auf einer Straße in Anklam. © NDR Foto: Carola Lewering

Ein Elch streift durch Anklam

NDR 1 Radio MV -

Am Freitagvormittag ist ein Elch im Stadtgebiet von Anklam gesichtet worden. Anwohner hatten die Polizei verständigt. Inzwischen hat sich das Tier aus der Stadt zurückgezogen.

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Elch hat Anklam wieder verlassen

Eine besondere Bedrohung für Menschen gehe von dem Tier nach jetziger Einschätzung jedoch nicht aus, hieß es weiter. Sollte sich diese Einschätzung ändern, könne eine Betäubung des Tieres in Betracht gezogen werden. Nach Informationen der Polizei hat das Tier aber mittlerweile das Anklamer Stadtgebiet wieder in südlicher Richtung verlassen.

Menschen sollten sich dem Elch nicht nähern

Die Kreisverwaltung Vorpommern-Greifswald rät, sich dem Tier nicht zu nähern und besonders vorsichtig zu fahren. Das Tier müsse den Weg zurück in die Natur finden. Elche seien seltene Besucher, die aus Polen und Brandenburg in den Landkreis einwanderten, sagte ein Landkreissprecher. Die jungen Elchbullen gingen höchstwahrscheinlich auf der Suche nach einem eigenen Revier und nach paarungsbereiten Weibchen auf Wanderschaft, hieß es. Möglicherweise orientierten sie sich dabei an von ihren Vorfahren ererbtem "Wissen" von uralten Wechseln, denen sie heute in der Kulturlandschaft noch zu folgen suchen.

Kleine Population in Brandenburg?

Nach dem Ende der scharfen Bejagung Anfang der 1990er-Jahre in Polen hat sich die dortige Population vergrößert. Die Tiere durchschwimmen teilweise die Oder. In Brandenburg könnte sich eine kleine Population etabliert haben. Obwohl häufig die Rede davon ist, dass der letzte deutsche Elch 1746 in Sachsen erlegt worden sein soll, sprechen viele Quellen von einer kleinen heimischen Population in Mecklenburg bis etwa 1945.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.08.2019 | 12:40 Uhr

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