Stand: 02.09.2020 15:26 Uhr

EU-Mittel für Sanierung der Müther-Stadthalle

Die Stadthalle in Neubrandenburg © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck
Die von Ulrich Müther gebaute Stadthalle in Neubrandenburg bietet Platz für knapp 1.400 Gäste.

Die Stadt Neubrandenburg kann eines ihrer auffälligsten Denkmäler - die 1969 eröffnete Stadthalle - auch dank Millionenhilfe des Landes sanieren. Die Stadt bekommt dafür nach Angaben des Bauministeriums in Schwerin vom Mittwoch rund 2,6 Millionen Euro an EU-Mitteln. Das bekannte Gebäude unweit des Tollensesee stammt vom Binzer Bauingenieur Ulrich Müther (1934-2007).

Vater futuristisch anmutender Bauten

Müther wurde durch mehr als 70 auffällige Betonbauten und Hyparschalenkonstruktionen im In- und Ausland bekannt. Von dem Bauingenieur stammen unter anderem der Warnemünder "Teepott" und ein Seenotrettungsturm in Binz auf Rügen. Der Turm sowie ein futuristisch anmutender Musikpavillon in Sassnitz waren jüngst für rund 700.000 Euro saniert worden.

Stadt will architektonisch wertvolles Gebäude weiter nutzen

Die Stadt hat mit der insgesamt knapp vier Millionen Euro teuren Sanierung der Stadthalle bereits begonnen. Die Stadthalle soll als architektonisch wertvolles und das Stadtbild prägende Gebäude gesichert werden, hieß es. Das Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 1.400 Quadratmetern soll weiterhin für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Messen zur Verfügung stehen. In Neubrandenburg hatte Müther auch die katholische Kirche mit einer weiten, frei tragenden Hyparschale entworfen und neu gebaut.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.09.2020 | 16:30 Uhr

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