Stand: 26.08.2018 12:54 Uhr

Drohnen sollen im Einsatz bleiben

Die Wasserretter von DRK und DLRG wollen auch im kommenden Sommer Drohnen einsetzen. Die Technik habe sich zur Unterstützung der Rettungsschwimmer vor Ort bewährt, hieß es. Nach Angaben des DRK starteten die "fliegenden Augen" in diesem Sommer an 14 Strandabschnitten zu etwa 40 Sucheinsätzen.

Videos
02:26
Nordmagazin

Wasserrettung: DRK setzt Drohnen ein

08.05.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin

Erstmals in Deutschland nutzt die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes an den von ihr betreuten Ostsee-Stränden und Binnenseen Drohnen, um im Notfall Rettungsschläuche abzuwerfen. Video (02:26 min)

Tests zeigten Vorteile

Dabei flogen sie vor allem abgetriebene Schwimmhilfen und Luftmatratzen an, um zu prüfen, ob Badende in Not geraten sind. Die DLRG testet Drohnen bislang nur auf dem Darß in Prerow. Scharfe Einsätze gab es dort noch nicht. Aber die Drohne erleichtere die Suche von Menschen auf See oder in schwer zugänglichen Gewässern, sagte DLRG-Sprecher Thorsten Erdmann gegenüber NDR 1 Radio MV.

Sicherheit für Retter

Die Technik mache die Arbeit der Rettungsschwimmer sicherer, so Thomas Powasserat, Chef der DRK-Wasserwacht im Nordosten: "Früher konnten die Rettungsschwimmer nur mit dem Fernglas schauen und mussten gegebenenfalls rausschwimmen oder mit dem Boot rausfahren, um sicher zu gehen, dass sich dort kein Hilfesuchender befindet", so Powasserat.

Noch kein Einsatz bei akuter Gefahr

Die DRK-Wasserwacht hat ihre Drohnen zusätzlich zu den Kameras auch mit Schwimmhilfen bestückt, die über den Hilfesuchenden abgeworfen werden können. Akut bedrohte Badende wurden mithilfe der Drohnen bislang noch nicht gerettet. Der Chef der DRK-Wasserwacht geht aber davon aus, dass dieser Fall noch kommen wird.

Tests mit Wärmebildkameras

Das DRK hat in Mecklenburg-Vorpommern bislang 120 Rettungsschwimmer zu Drohnenführern ausgebildet. Künftig sollen die MIniflieger auch an Binnengewässern zum Einsatz kommen. Im Herbst will das DRK außerdem zusammen mit der Hochschule Neubrandenburg testen, ob zusätzliche Wärmebildkameras bei der Wasserrettung genutzt werden können. Die Wasserwacht erhofft sich so, Vermisste im Wasser schneller aufzuspüren.

Weitere Informationen

DRK-Wasserwacht: Drohnen sollen Leben retten

Das Deutsche Rote Kreuz wird seine Rettungstürme an der Ostsee und den Binnenseen Mecklenburg-Vorpommerns mit Drohnen verstärken. An insgesamt 18 Orten wird die neue Technik eingesetzt. (08.05.18) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.08.2018 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

01:52
Nordmagazin

Graal-Müritz: Sommerhitze im Herbst

18.09.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin
00:31
Nordmagazin

Wohin führt die digitale Landwirtschaft?

18.09.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin
05:56
Nordmagazin

Immer noch zu wenig Pfleger

18.09.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin