Stand: 07.06.2019 14:53 Uhr

Drohendes Fangverbot: Ostseefischer in Sorge

Ein Angler präsentiert einen Hering. © NDR Foto: Helmut Kuzina aus Wismar
Der Internationale Rat für Meeresforschung empfiehlt, keinen Hering mehr in der westlichen Ostsee zu fangen. (Archivbild)

In Negast bei Stralsund ist der Landesverband der Kutter- und Küstenfischer zu seinem Jahrestreffen zusammen gekommen. Auf dem Landesfischereitag geht es unter anderem um ein mögliches Fangverbot beim Hering.

Selbst weitere Quotenabsenkung könnte Fischer ruinieren

Erst kürzlich hatte der Internationale Rat für Meeresforschung empfohlen, im kommenden Jahr keinen Hering mehr in der westlichen Ostsee zu fangen und die Quote für den Dorsch zu halbieren. Das Institut für Ostseefischerei aber rechnet nicht mit einem völligen Fangverbot durch die EU. Der Vizeverbandschef der Kutter- und Küstenfischer, Michael Schütt, sagte gegenüber NDR 1 Radio MV, dass selbst bei weiteren Absenkungen der Quoten ein Teil der Fischer im Land zum Aufgeben gezwungen würde. Deshalb sei die Stimmung in den rund 230 Fischereibetrieben schlecht.

Fischereiminister gegen totales Fangverbot

Mecklenburg-Vorpommerns Fischereiminister Till Backhaus (SPD) versprach in Negast, sich erneut gegen ein totales Fangverbot beim Hering einzusetzen. Er regt auch an, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern, Fischern und der Landesregierung zu überdenken und die Ostsee zu einer Management-Modellregion zu machen, damit sich Hering und Dorsch erholen können. So könnten großmaschige Netze helfen, dass kleine Fische im Wasser bleiben und somit mehr Nachwuchs produzieren, sagte Backhaus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 07.06.2019 | 15:00 Uhr

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