Stand: 18.09.2018 06:00 Uhr

Drese fordert Bundes-Regelung für Frauenhäuser

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Die Finanzierung von Frauenhäusern sollte nach Ansicht von Sozialministerin Drese vereinheitlicht werden.

Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) will in Berlin für eine bundesweit einheitliche Finanzierung der Frauenhäuser werben. Anlass ist der erste Runde Tisch zur "Gewalt gegen Frauen" im Bundesfrauenministerium. Land und Kommunen finanzieren im Nordosten die Frauenhäuser gemeinsam. Ein gutes Modell, findet Drese. In anderen Bundesländern würden Frauenhäuser teilweise nur projektfinanziert.

Keine gleichmäßige Finanzierung

Aber auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es einen Haken. Während das Land seinen Anteil im Frühjahr erhöht hat, hinkt die kommunale Ebene hinterher. Nicht alle Landkreise beteiligten sich gleichermaßen an der Finanzierung, vor allem seien die Sätze unterschiedlich, so Drese. Das müsse sich bald ändern.

Treffen in Berlin

In Berlin kommen am Dienstag Vertreter der Sozial- und Frauenministerien mit der Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) zusammen. Neben der Ausstattung von Frauenhäusern soll es auch um die Umsetzung der so genannten Istanbul-Konvention gehen. Das Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt war in Deutschland am 1. Februar in Kraft getreten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.09.2018 | 06:00 Uhr

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