Stand: 13.02.2020 05:46 Uhr

Nahverkehr in Vorpommern-Rügen wird bestreikt

Im Vordergrund steht ein Schild mit der Aufschrift "Warnstreik", dahinter stehen mehrere leere Busse. © dpa-Bildfunk Foto: Carsten Rehder/dpa
Mit einem weiteren Warnstreik will ver.di Druck auf die kommunalen Busunternehmen machen. (Archivfoto)

Für Donnerstag hat die Gewerkschaft ver.di zu einem ganztägigen Warnstreik im kommunalen Busverkehr im Landkreis Vorpommern-Rügen aufgerufen. Nach Angaben der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH (VVR) bleiben die rund 150 Busse somit den ganzen Tag in ihren Betriebshöfen Bergen, Stralsund, Ribnitz-Damgarten, Barth und Grimmen. Somit könne voraussichtlich im gesamten Gebiet der VVR die Angebotsleistung der VVR nicht erbracht werden. Die Fahrgäste werden deshalb gebeten, sich am Donnerstag - soweit möglich - anderweitig zu orientieren.

"Arbeitnehmer und Urlauber besonders betroffen"

Michael Lang, der Sprecher der Verkehrsgesellschaft sagte, es sei ihnen nicht mehr gelungen, Ersatzverkehr einzurichten. Zwar hätten die Kinder jetzt Ferien, jedoch seien viele Urlauber in der Region. Sie und die Arbeitnehmer, die auf den Bus angewiesen sind, träfe es besonders. Wegen eines Warnstreiks war am Mittwoch in Greifswald der Busverkehr behindert. Schon der erste planmäßige Bus um 3.36 Uhr sei im Depot geblieben. Die Streikenden versammelten sich laut ver.di am Greifswalder Busbahnhof. Ver.di will mit den Arbeitsniederlegungen nach eigenen Angaben den Druck auf die Arbeitgeber vor den nächsten Verhandlungen aufrechterhalten.

Nächste Verhandlungsrunde am 17. Februar

Ver.di fordert unter anderem eine Erhöhung der Löhne und Gehälter für Bus- und Straßenbahnfahrer um 2,06 Euro pro Stunde und einen Angleichungsschritt an andere Tarifgebiete von 100 Euro monatlich. Die Verhandlungen für rund 1.900 Beschäftigte des öffentlichen Nahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern sollen am kommenden Montag fortgesetzt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.02.2020 | 18:00 Uhr

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