Distanzunterricht wegen Corona: Umfrage offenbart Probleme

Stand: 03.02.2021 15:30 Uhr

Die meisten Schüler in Mecklenburg-Vorpommern lernen Corona-bedingt seit Jahresbeginn wieder zuhause. Beim Distanzlernen gibt es immer noch große Probleme. Das zeigen die Ergebnisse einer Online-Umfrage.

Eine Online-Umfrage unter mehreren Tausend Lehrern, Eltern und Schülern in Mecklenburg-Vorpommern hat große Probleme beim Distanzlernen offenbart. Landeseltern- und Landesschülerrat ziehen aus ihrer Umfrage das Fazit: Wirklichen Distanzunterricht haben die meisten Schüler nicht. Das sogenannte Distanzlernen sei eine Bearbeitung von Aufgaben, die hin- und hergeschickt werden, sagte Schülerratssprecher Anton Fischer. Viele Schüler hätten keinen geregelten Tagesaublauf mehr, die Aufgaben "fliegen uns nur so um die Ohren", so Fischer wörtlich. Die Schüler-Antworten zeigten auch, dass knapp die Hälfte keine Unterstützung der Eltern beanspruchen können.

Hohe Belastung für Lehrer

Auch Lehrer seien deutlich stärker belastet, so der Landeschef der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maik Walm. Sie würden parallel in der Schule und auf Distanz unterrichten und Nachfragen rund um die Uhr erhalten. Landeselternratssprecher Kay Czerwinski fordert, den Schülern schnellstmöglich Wechselunterricht und soziale Kontakte zu ermöglichen und die Lernziele der Klassenstufen an die Situation anzupassen.

Nicht-repräsentative Umfrage

Die Umfrage von Landeseltern- und Landesschülerrat sowie der Lehrergewerkschaft GEW ist nicht repräsentativ. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl von fast 13.000 Eltern, gut 9000 Schülern und 1.262 Lehrern könne aber davon ausgegangen werden, dass ein glaubhaftes Meinungsbild zur Schule in Zeiten der Pandemie im Land entstanden sei, erklärten die drei Verbände.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 03.02.2021 | 16:00 Uhr

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