Stand: 12.10.2018 11:34 Uhr

Digitalisierung bedroht 20 Prozent der Jobs

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Viele Jobs in Mecklenburg-Vorpommern lassen sich noch nicht ersetzen - eine gute Nachricht, so Wirtschaftsminister Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern wächst die Zahl von Berufen, die statt von Menschen von Computern oder computergesteuerten Maschinen übernommen werden können. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nord.

Massive Veränderungen stehen bevor

Kein Bereich bleibt unberührt, jede Branche ist betroffen - so lautet das Fazit der Studie, die die Chefin der Arbeitsagentur Nord, Margit Haupt-Koopmann am Freitag vorgestellt hat. Es gehe ihr nicht um Angstmacherei, aber Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssten sich auf den Strukturwandel vorbereiten. Berufsbilder würden sich in den kommenden Jahren massiv verändern oder ganz wegfallen.

Vergleichsweise geringe Digitaliserungsquote

Vor allem betroffen sind Helferberufe und Jobs für Geringqualifizierte. Deswegen sei Weiterbildung das Gebot der Stunde, so Haupt-Koopmann. Die Studie zeigt, dass in Mecklenburg-Vorpommern 20 Prozent der Berufe auch durch Maschinen übernommen werden können. Vor fünf Jahren waren es nur zehn Prozent. Trotzdem ist der Wert im Vergleich zu anderen Bundesländern, die zum Beispiel deutlich mehr Industrie haben, immer noch niedrig.

Viele Jobs noch nicht ersetzbar

Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) ist das eine gute Nachricht: Jobs im Gesundheitsbereich, in der Pflege, im Hotel- und Gaststättengewerbe ließen sich eben nicht so einfach durch Computertechnik ersetzen. Noch. In Asien gibt es bereits Pflegeroboter. Die Gesellschaft müsse deswegen selbst bestimmen, was sie will und was nicht.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.10.2018 | 12:00 Uhr

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