Stand: 22.09.2015 14:27 Uhr

Die Super-Batterie läuft und läuft und ...

Der Batteriespeicher in Schwerin soll Leistungsschwankungen durch Wind- und Solarenergie ausgleichen.

Der Schweriner Stromerzeuger Wemag hat eine positive Bilanz des ersten Betriebsjahres seines neuartigen Batteriespeichers gezogen. Der Batteriepark, der Anfang September 2014 in Betrieb ging, gleicht Leistungsschwankungen durch Wind- und Solarstrom-Erzeuger aus. Nach Angaben der Wemag erreicht der Speicher inzwischen vier Megawatt Batterieleistung.

Energiespeicher gleicht Leistungsschwankungen aus

Der Speicher sollte ursprünglich fünf Megawatt Strom liefern. Der Netzbetreiber "50 Hertz" habe jedoch nur vier zertifiziert, so ein Wemag-Sprecher am Dienstag. Dennoch seien die Betriebsziele erreicht worden. Mit alter Technologie und Kraftwerkstechnik sei die Energiewende nicht hinzubekommen, so der Sprecher weiter. Vom Motor eines großen Container-Kranes bis hin zum Radiowecker bräuchten elektronische Geräte eine stabile Netzfrequenz von 50 Hertz. Um diese Stabilität trotz des wachsenden Bedarfs an erneuerbaren, aber schwankenden Energiequellen wie Wind und Sonne abdecken zu können, brauche es neue Speicherungsformen.

Wirtschaftliche Ziele erreicht

Auch wirtschaftlich habe der Speicher seine Ziele erreicht. Die kalkulierte Rendite von fünf Prozent sei eingefahren worden. Man habe bei der Versteigerung der Regelleistungen deutlich höhere Preise erzielt als erwartet und sei auch in jeder Woche zum Zug gekommen, sagte der Sprecher. Er ging davon aus, dass der problemlose Betrieb des aus 25.000 Akkus zusammengesetzten Batterieparks die Bedenken des Netzbetreibers zerstreut und bald die gesamte Leistung eingebracht werden könne.

Delegationen aus der ganzen Welt besichtigen den Speicher

Die Anlage hatte etwa sechs Millionen Euro gekostet. Der Bund hatte die Sechs-Millionen-Investition mit 1,3 Millionen Euro gefördert. Für den Betrieb fließen aber keine weiteren Subventionen. Die Technik weckte im ersten Betriebsjahr das Interesse der Fachleute im In- und Ausland: Seit Oktober 2014 seien etwa 80 Delegationen mit insgesamt fast 1.000 Personen gezählt worden. Darunter waren laut der Wemag Vertreter aus deutschen Stadtwerken ebenso wie Gäste aus Großbritannien und Finnland und sogar aus China und Japan.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.01.2014 | 08:40 Uhr

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