Stand: 09.01.2020 15:31 Uhr

Deutsch-polnisches Kinderkrebszentrum geplant

Patientin in Krankenhaus © NDR
Durch das Projekt soll sich die Behandlung krebskranker Kinder deutlich verbessern. (Archivbild)

Die Universitätsmedizin Greifswald will bei der Behandlung krebskranker Kinder noch enger mit Polen zusammenarbeiten. Die Universitätsmedizin Greifswald und das Krankenhaus Nummer 1 der Pommerschen Medizinischen Universität Stettin (Szczecin) wollen dafür ein grenzüberschreitendes Kompetenzzentrum aufbauen. Wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Donnerstag mitteilte, wird sich dadurch die Behandlung krebskranker Kinder deutlich verbessern.

Beide Kliniken kooperieren seit Jahren

In dem auf Telemedizin basierenden Kinderkrebszentrum können Ärzte per Video-Übertragung die Behandlungen der Kinder besprechen. Geplant ist zudem die Entwicklung einer E-Learning-Plattform zur Aus- und Weiterbildung von Ärzten und medizinischem Personal. Bereits seit einigen Jahren tauschen die Kliniken diverse Therapiemöglichkeiten aus. So können polnische Mediziner in Greifswald auf eine Radioisotopentherapie zur Behandlung schwerer Krebserkrankungen zurückgreifen. Die Greifswalder Ärzte profitieren hingegen von den umfangreichen Erfahrungen der polnischen Kollegen bei der Behandlung akuter Leukämie.

Wirtschaftsministerium fördert Projekt

Mit der Bündelung der Fachkompetenz könnten das medizinische Wissen, die Diagnostik und die Therapiemöglichkeiten bestmöglich eingesetzt werden, sagte Glawe. Das Wirtschaftsministerium in Schwerin unterstützt die engere Kooperation mit rund 2,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die Gesamtkosten liegen den Angaben zufolge bei 2,5 Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.01.2020 | 15:00 Uhr

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