Stand: 02.07.2020 17:10 Uhr

Deponie Ihlenberg bekommt neuen Chef

von Stefan Ludmann, NDR 1 Radio MV

Das Bild zeigt Henry Forster, der neuer Chef auf der Sondermülldeponie Ihlenberg bei Schönberg werden soll. © Henry Forster Foto: privat
Henry Forster ist in Sassnitz auf Rügen aufgewachsen.

Die landeseigene Deponie Ihlenberg bei Schönberg (Kreis Nordwestmecklenburg) bekommt einen neuen Geschäftsführer. Der Aufsichtsrat hat sich für Henry Forster entschieden. Der 53-jährige soll von November an die Geschäfte auf einer der größten Sondermüll-Deponien Europas führen. Forster hat sich in einem aufwändigen Auswahlverfahren durchgesetzt. Er war bisher Chef eines kommunalen Abfalllentsorgers in Baden-Württemberg.

Kein Müll mehr aus dem Ausland

Der Müll-Experte soll die Deponie nach den Turbulenzen der Vergangenheit wieder in ruhiges Fahrwasser bringen. Dabei muss er die politischen Vorgaben aus Schwerin umsetzen: Die Sondermüll-Deponie soll 2035 dicht machen. Bis dahin soll sie deutlich weniger Müll als ursprünglich geplant einlagern, vor allem keinen Müll mehr aus dem Ausland. Forster habe überzeugt, weil er betriebswirtschaftliche und technische Kenntnisse mitbringe, so der Vorsitzende des Deponie-Aufsichtsrats, Umwelt-Staatssekretär Jürgen Buchwald. Der neue Deponie-Chef stammt aus Sassnitz auf Rügen. Er war bis zur Wende Schiffsmaschinist in der Hochseefischerei Rostock und stieg - nach Zwischenstationen unter anderem bei Mercedes Benz - in die Abfallwirtschaft ein. Dort war er in den vergangenen 15 Jahren tätig.

Streit um den künftigen Kurs

Bis zum Dienstantritt Forsters wird der Übergangs-Chef auf der Deponie, Mike Kersten, die Geschäfte weiter führen. Die Vorgänger-Geschäftsführer hatten Ende März im Streit um den künftigen Kurs der Deponie gekündigt. In dem landeseigenen Unternehmen sind etwa 130 Mitarbeiter beschäftigt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.07.2020 | 16:00 Uhr

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