Eine Sonneblume vor einem strahlend blauen Himmel und einer gleißenden Sonne © imago Foto: Jan Eifert

DWD-Sommerbilanz: MV erneut Sonnenland Nummer eins

Stand: 30.08.2021 16:14 Uhr

Angesichts des derzeitigen eher herbstlichen Wetters erscheint es kaum glaubhaft, aber Ostsee-Urlauber in Mecklenburg-Vorpommern haben in diesem Sommer das große Los gezogen. Laut der am Montag veröffentlichten vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war Mecklenburg-Vorpommern mit annähernd 695 Stunden das sonnenscheinreichste Bundesland während des Sommers in Deutschland.

Rügen lässt Lüneburger Heide weit hinter sich

Auf der Insel Rügen und weitere Teile Vorpommerns registrierten die Meteorologen in den Monaten Juni, Juli und August sogar mehr als 770 Sonnenstunden. Im bundesweiten Durchschnitt strahlte die Sonne in den Monaten Juni, Juli und August rund 615 Stunden vom Himmel. Damit habe die Sonnenscheindauer im Soll gelegen, teilte der DWD mit. Am wenigsten schien die Sonne demnach in den zentralen Mittelgebirgen und in der Lüneburger Heide, wo örtlich weniger als 470 Stunden registriert wurden.

Durchschnittstemperatur in MV beträgt 18,4 Grad

Auch bei den Temperaturen liegt der Nordosten im vorderen Feld. Mit 18,4 Grad Celsius lag die Durchschnittstemperatur leicht über dem bundesweiten Mittelwert von 17,9 Grad. Dieser Wert liegt rund 1,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode der Jahre 1961 bis 1990. Im Vergleich zu den wärmeren Jahren 1991 bis 2020 waren es 0,3 Grad mehr. Dazu trug wesetnlich die Hitzewelle Mitte Juni mit Werten über 35 Grad laut DWD bei. Mit 19,9 Grad Durchschnittstemperatur war es in Berlin am wärmsten.

Vorpommern war eine der trockensten Regionen Deutschlands

Bei den Niederschlägen wich der Nordosten teilweise deutlich vom Bundesdurchschnitt ab. Den vorläufigen Daten des DWD zufolge gingen mit etwa 220 Litern je Quadratmeter zwar mehr Niederschläge nieder als im Durchschnitt der früheren Jahre. Doch habe Vorpommern mit örtlich kaum 105 Litern je Quadratmeter zu den trockensten Regionen Deutschlands gehört. Am Alpenrand fiel mit teils mehr als 700 Litern Regen pro Quadratmeter der meiste Niederschlag. Wie der DWD nach der ersten Auswertung der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen mitteilte, war der diesjährige Sommer der regenreichste seit zehn Jahren. Im bundesweiten Mittel gingen rund 310 Liter pro Quadratmeter Regen nieder - fast ein Drittel mehr als im Schnitt der Referenzperiode von 1961 bis 1990.

"Katastrophale Regenmengen" auch in MV

"Großen Anteil" daran habe Tief "Bernd" gehabt, so der DWD. Dabei war es Mitte Juli im Westen zu Jahrhundertniederschlägen und verheerenden Hochwassern gekommen. Laut DWD hatten außerdem bereits zuvor andere Tiefdruckgebiete über Deutschland teils "katastrophale Regenmengen" niedergehen lassen - so etwa Ende Juni im Nordosten und in der Uckermark. Die Schäden waren aber vergleichsweise gering.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.08.2021 | 18:00 Uhr

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