Stand: 10.03.2020 16:12 Uhr

Coronavirus: Land plant neun Testzentren

von Stefan Ludmann, NDR 1 Radio MV

Eine Krankenschwester schließt einen Behälter mit einem Abstrich von einem Patienten, der auf das neuartige Coronavirus getestet wird. © KEYSTONE/dpa Foto: Jean-Christophe Bott
Speziell geschulte Medizinstudenten sollen die Proben nehmen. (Themenbild)

Das Gesundheitsministerium Mecklenburg-Vorpommern reagiert auf die steigende Zahl von Corona-Erkrankungen und die zunehmende Belastung der Hausärzte. Nach Informationen des NDR sollen in den kommenden Tagen in Mecklenburg-Vorpommern neun sogenannte Abstrichzentren für Coronavirus-Tests entstehen. Standorte sind teilweise die Gesundheitsämter in den Landkreisen und in Schwerin sowie an den Universitätskliniken in Rostock und Greifswald.

Standorte der Testzentren

  • Bützow
  • Pasewalk
  • Stralsund
  • Bergen auf Rügen (geplant)
  • Ribnitz-Damgarten (geplant)
  • Schwerin
  • Ludwigslust
  • Neustrelitz
  • Grevesmühlen
  • Parchim

  • ein weiteres Testzentrum
(Ort geheim)

Universitätsmedizin
  • Rostock
  • Greifswald

(Quelle: Gesundheitsministerium MV)

Bei Verdacht Hausarzt anrufen

Zweier-Teams nehmen dann zentral Rachenabstriche als Proben für die Virustests. Dieses Verfahren soll die Ansteckungsgefahr in den Krankenhäusern und Arztpraxen verringern, so Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU). Die Teams bestehen aus Medizinstudenten, die jetzt geschult würden. Glawe sagte, mögliche Erkrankte sollten sich telefonisch an ihren Hausarzt wenden. Wenn der Verdachtsfall begründet sei, werde der Patient auf Weisung des Arztes an ein Abstrichzentrum verwiesen. Das Ergebnis werde dem Hausarzt mitgeteilt, der den Patienten informiere.

Bürgertelefone zum Coronavirus

Zentrale Hotline des Wirtschafts- und Gesundheitsministeriums:
(0385) 588 - 5888
Mo. bis Do. 9 - 12 Uhr / 13 - 15 Uhr sowie Fr. 9 - 12 Uhr

Hotlines des Sozialministeriums:
(0385) 588 - 1999-7 und (0385) 588 - 19999 für Fragen rund um Krippen, Kindergärten, Horte und Kindertagespflegestellen
(0385) 588 - 19995 und (0385) 588 - 19997 für Fragen zu Pflege- und sozialen Einrichtungen
Mo. - Fr. 9 bis 18 Uhr

Hotline vom Kinderschutzbund für gestresste Eltern:
(0385) 479 - 1570
Mo. - Fr. 14 bis 17 Uhr

Seelsorge-Hotline der Nordkirche für Alte und Kranke:
(0800) 454 0106
täglich 14 bis 18 Uhr

Hotline des Landwirtschaftsministerium:
(0385) 588 - 6599
Mo. - Fr. 8 bis 17 Uhr

Gesundheitsamt Landkreis Mecklenburgische Seenplatte:
(0395) 57087 - 5330

Landkreis Vorpommern-Greifswald:
(03834) 8760 - 2300
Mo. - Fr. 8 - 20 Uhr, Sa. + So. 9 - 12 Uhr

Landkreis Vorpommern-Rügen:
(03831) 357 - 1000
E-Mail: corona-fragen@lk-vr.de

Landkreis Nordwestmecklenburg:
(03841) 3040 - 3000
Mo. bis Do. 9 - 12 Uhr / 13 - 17 Uhr sowie Fr. 9 - 12 Uhr

Landeshauptstadt Schwerin:
(0385) 545 - 3333
Mo. bis Do. 8 - 16 Uhr sowie Fr. 8 - 12 Uhr

Landkreis Rostock:
(03843) 7556 - 9999
Von 7 bis 22 Uhr geschaltet

Landkreis Ludwigslust-Parchim:
(03871) 722 - 8800
Mo. bis Do. 8 -12 Uhr/13 - 16 Uhr sowie Fr. 8 - 13 Uhr, Sa. und So. 9 - 16 Uhr

Minister beraten über wirtschaftliche Folgen

Der Minister verwies erneut auf das Informationsangebot des Robert-Koch-Instituts und seines Ministeriums im Internet. Außerdem sei weiter eine Hotline des Ministeriums geschaltet. Am Dienstag hat sich erneut das Kabinett in Schwerin mit der Lage befasst. Der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Stefan Rudolph (CDU), wird die Ministerrunde über aktuelle Entwicklungen informieren. Er vertritt seinen Ressortchef Glawe, der als Wirtschaftsminister in Berlin an einem Treffen seiner Länderkollegen mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) teilnimmt - es geht um die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus.

In Mecklenburg-Vorpommern waren den Gesundheitsbehörden bis Montag zehn Corona-Erkrankungen bekannt. In Nordrhein-Westfalen sind am Montag erstmals in Deutschland zwei Patienten an der Infektion gestorben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.03.2020 | 14:00 Uhr

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