Stand: 29.04.2020 11:24 Uhr

Coronavirus: Hilfe für Ausbildungsbetriebe ab 1. Mai

Der afghanische Flüchtling Sha Kah Ahmadi (l) und der indischen Flüchtling Singh Satwinder feilen in der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) in Dresden (Sachsen) an Metallwerkstücken. © dpa-Zentralbild Foto: Oliver Killig
Antragsberechtigt sind laut Glawe Betriebe aller Größen und aller Wirtschaftsbereiche mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat von Kurzarbeit betroffenen Ausbildungsbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern vom 1. Mai an Hilfen in Aussicht gestellt. So soll vermieden werden, dass Lehrlingen gekündigt wird. Eine angefangene Ausbildung müsse auch zu Ende geführt werden können. Auszubildende seien die Fachkräfte von morgen, erklärte Glawe. Deshalb lege sein Ministerium ein Programm für Unternehmen auf, um die Ausbildungsplätze zu sichern.

Hälfte der Beschäftigten muss in Kurzarbeit sein

Antragsberechtigt seien Betriebe aller Größen und aller Wirtschaftsbereiche mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern. Laut Glawe müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört, dass im betreffenden Unternehmen zum Antragszeitpunkt mindestens die Hälfte der Beschäftigten Kurzarbeitergeld bezieht.

DGB: Kurzarbeit trifft Azubis hart

Die Unternehmen erhalten Zuschüsse in Höhe von 80 Prozent der tatsächlich gezahlten Ausbildungsvergütungen im Förderzeitraum, sie müssen nicht zurückgezahlt werden. Azubis treffe die Kurzarbeit besonders hart, hieß es vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Azubis verdienten weniger als den Mindestlohn, eine Kürzung auf 60 Prozent wäre existenzbedrohend.

DGB begrüßt Förderung für Ausbildungsbetriebe

Die Anträge können von Freitag an auf der Internetseite des Landesförderinstituts heruntergeladen werden. Die Mittel in Höhe von voraussichtlich 6,3 Millionen Euro stammen aus dem "MV-Schutzfonds". Der DGB Nord begrüßt das neue Programm. Der stellvertretende Vorsitzende Ingo Schlüter sagte, die Unternehmen würden bei der Fachkräftesicherung auch während der Corona-Krise nicht allein gelassen. Landestourismusverbands-Chef Tobias Woitendorf sagte, für seine Branche sei der Schritt längst überfällig und wichtig.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 29.04.2020 | 11:00 Uhr

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