Stand: 21.10.2020 16:09 Uhr

Corona und Schule in MV nach den Herbstferien: Das ist wichtig

Die Corona-bedingten Hygieneregeln für die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern nach den Oktoberferien (5. bis 10. Oktober) sind verschärft worden. Das müssen Lehrer, Eltern und Schüler beachten.

Wie sind die Vorschriften für das Lüften der Klassenräume?

Die Klassenzimmer müssen regelmäßig in kurzen Intervallen auch während des Unterrichts gelüftet werden - und zwar im 20-Minuten-Abstand jeweils drei bis fünf Minuten lang. Ein Unterrichtsraum, der nicht gelüftet werden kann, darf nicht benutzt werden. Während des Lüftens sollen die Schüler im Raum bleiben. In den Pausen, wenn die Schüler nicht mehr auf ihren Plätzen sind, soll quergelüftet werden - also mit Durchzug bei geöffneter Tür.

Was hat es mit den Auskunftszetteln über Urlaubsorte auf sich?

Eltern haben von den Schulen einen Zettel bekommen, auf dem sie Auskunft geben sollen, ob sie mit ihren Kindern die Ferien in einem Risikogebiet verbracht haben und ob sie derzeit alle gesund sind. Diese Formulare müssen am ersten Schultag nach den Herbstferien unbedingt ausgefüllt und unterschrieben zur Schule mitgebracht werden. Wer ohne Zettel erscheint, darf nicht in die Schule. In vielen Schulen sollen die Zettel schon am Eingang oder in bestimmten Räumen geprüft werden - noch vor Unterrichtsbeginn. Die Formulare gibt es auch zum Download auf der Internetseite des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Was passiert, wenn der Auskunftszettel am ersten Schultag vergessen wird?

Dann wird das betreffende Schulkind in einem Extra-Raum betreut, bis es von den Eltern abgeholt wird.

Was droht bei falschen Angaben auf dem Formblatt?

Ein Bußgeld.

Was ist nach einem Urlaub in einem Risikogebiet zu beachten?

Es gilt eine automatische Quarantänepflicht für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten - sowohl national als auch international. Allerdings gibt es Ausnahmen: Wer bei Mitgliedern der Kernfamilie in einem deutschen Risikogebiet war, darf zur Schule und muss nicht in Quarantäne. Im Fall der Einstufung Berlins zum Risikogebiet gilt: Wenn der Schüler noch in Berlin war, nachdem die Stadt zum Risikogebiet eingestuft wurde und nicht ein Mitglied der Kernfamilie besucht hat, dann darf er tatsächlich nicht zur Schule am Montag, sondern muss sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden und in Quarantäne begeben. Als Stichtag für die Einstufung Berlins zum Corona-Hotspot gilt nach Angaben des Bildungsministeriums in Schwerin Freitag, der 9. Oktober.

Gilt die Quarantänepflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten auch für Schüler, die in einem Wohnheim oder Internat untergebracht sind, oder die zum Zweck des Schulbesuchs die Landesgrenzen überschreiten müssen?

Nein.

Dürfen Kinder mit Fieber zur Schule?

Schulkinder mit Fieber sollen unbedingt zu Hause bleiben.

Wie läuft das Fiebermess-Pilotprojekt an ausgewählten Schulen ab?

An den teilnehmenden Schulen - je eine pro Landkreis und kreisfreier Stadt - gibt es kontaktlos messende beziehungsweise an der Wand hängende Fieberthermometer. Diese messen die Temperatur der Kinder. Mit dem Projekt soll getestet werden, ob sich anhand der Messungen größere Infektionsgeschehen an Schulen schon frühzeitig verhindern lassen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Droht wegen der gestiegenen Infektionszahlen eine Maskenpflicht an den Schulen im Nordosten?

Am 21. Oktober ist beschlossen worden, dass ab einem Inzidenzwert von 35 der jeweilige Kreis oder die kreisfreie Stadt prüft, ob an weiterführenden Schulen (also ab Klasse 5) eine Maskenpflicht regional notwendig ist. Ab einer Inzidenz von 50 wird geprüft, ob im gesamten Landkreis bzw. der gesamten kreisfreien Stadt der Mund-Nasen-Schutz im Unterricht getragen werden muss. Grundlage dafür ist das jeweilige Infektionsgeschehen vor Ort.

Service
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 09.10.2020 | 06:15 Uhr

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