Stand: 04.05.2020 08:38 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Corona in MV: 170 Firmen nutzen Gutschein-Plattform

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Zum Schutz kleiner und lokaler Unternehmen in MV hatten Rostocker Schüler eine Online-Gutschein-Plattform ins Leben gerufen.

Der 17-jährige Emil Rugenstein aus Tatschow bei Schwaan (Landkreis Rostock) und seine Freunde hatten Anfang April die Gutscheinplattform namens "Kopf über Wasser" ins Leben gerufen. Über das Internet wollte er Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern so durch die Corona-Krise helfen. "Seit dem Start der Aktion haben wir ganz viel positives Feedback von allen Seiten bekommen", sagte Emil Rugenstein nun im Gespräch mit NDR 1 Radio MV. Es hätten sich im Laufe des vergangenen Monats über 170 Unternehmen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern auf der Seite registriert. Mindestens 1.000 Gutscheine im Gesamtwert von 20.000 Euro konnten den Angaben des Elftklässlers zufolge bereits vermittelt werden.

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Lokale Kleinunternehmen unterstützen

"Wir wollen sie unterstützen, die es momentan mit am schlimmsten trifft. Und das sind die lokalen Kleinunternehmen, die jetzt dichtmachen müssen und gar keine Einnahmen haben", sagte Emil Rugenstein Anfang April. Er und seine Freunde hätten sich dazu entschieden, die Hilfsplattform im Internet aufzubauen, auf der Kunden Gutscheine für ihre Lieblingsläden in MV kaufen können. Davon würden alle etwas haben: Zum einen die Unternehmen, die trotz Schließung Einnahmen verbuchen könnten und zum anderen die Kunden, die nach Corona ihre heiß vermissten regionalen Produkte bekämen.

Gutschein per QR-Code direkt aufs Smartphone

Damit der Online-Vertrieb rechtlich in den richtigen Bahnen verläuft, kooperieren die Plattform-Erfinder von Anfang an mit einem Berliner Startup-Unternehmen. Auf deren Seite werden die Kunden beim Kauf des Gutscheins weitergeleitet. Nach Angabe einer E-Mail-Adresse wird dann ein QR-Code aufs Smartphone geschickt, der später beim Einlösen des Gutscheins im Laden eingescannt wird.

"FAIRzichten": IHK-Aktion richtet sich an Kunden

"Lieber FAIRzichten als verzichten" - unter diesem Motto riefen die Industrie- und Handelskammer Rostock sowie die Kammern aus Schwerin und Neubrandenburg Verbraucher schon Anfang April dazu auf, Erstattungsansprüche nicht geltend zu machen. Kulturstätten, Fitnessstudios, Restaurants und Campingplätze in der Nachbarschaft sollen so vor den Auswirkungen der Corona-Krise geschützt werden. Für Tickets eines abgesagten Konzertes oder den Monatsbeitrag des geschlossenen Fitnessstudios steht den Kunden die Erstattung zwar zu, so die Initiatoren auf der Internetseite der Aktion "FAIRzichten". Der Verzicht auf diese Erstattung helfe den Unternehmen und deren Angestellten aber, die Krise zu überstehen, heißt es weiter.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.05.2020 | 05:00 Uhr

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