Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig steht an einem Pult mit Mikrofonen, rechts neben ihr die Flagge des Landes. © NDR Foto: NDR

Corona: Verschärfte Beschränkungen bis kurz vor Weihnachten

Stand: 26.11.2020 11:45 Uhr

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitungen des Coronavirus gehen auch in Mecklenburg-Vorpommern in die Verlängerung. Während die Kontaktbeschränkungen verschärft werden, bleibt es im Einzelhandel bei den bisherigen Regeln.

Bund und Länder haben sich auf die Verlängerung der verschärften Anti-Corona-Maßnahmen verständigt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern bleiben Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen mindestens bis zum 20. Dezember geschlossen. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach den Bund-Länder-Beratungen am Mittwochabend an. Eine mögliche Lockerung machte Schwesig von der Entwicklung des Infektionsgeschehens abhängig.

Welle gebrochen, aber Zahlen noch zu hoch

Ziel müsse sein, Kontakte weiter einzuschränken, so Schwesig. Es werde dafür auch im Dezember Wirtschaftshilfen geben. Zwar habe der Teil-Lockdown bislang Wirkung gezeigt und die Welle an Neuinfektionen gebrochen. Die Zahlen seien aber immer noch zu hoch. Sollte sich die Lage nicht bis zum 20. Dezember verbessern, könnten die Maßnahmen weiter verlängert werden.

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Erlaubte Personenzahl bei privaten Treffen halbiert

Bis zum 23. Dezember werden die Kontaktbeschränkungen verschärft. Alle Daten zeigten, dass die Infektionen bei Treffen im privaten Bereich zunehmen, so Schwesig: "Das Miese und Fiese am Coronavirus ist, dass es besonders dort zuschlägt, wo es am schönsten ist", sagte die Ministerpräsidentin. Bislang konnten sich zwei Hausstände bis maximal zehn Personen treffen, künftig werde die Zahl der Menschen auf fünf reduziert. Kinder bis zum Alter von 14 Jahren werden da nicht mitgezählt, sie seien weniger infektiös.

Über die Feiertage mehr Kontakte erlaubt

Über Weihnachten und den Jahreswechsel seien wieder mehr Kontakte erlaubt. Treffen von Freunden und Familien bis maximal zehn Personen seien dann unabhängig von den Hausständen erlaubt, sagte Schwesig. Der soziale Zusammenhalt sei wichtig, über Weihnachten müsse mehr möglich sein. Dabei bleibe jeder zur Vorsicht aufgerufen.

Kitas und Schulen offen, Start der Weihnachtsferien unverändert

Die Ministerpräsidentin betonte, dass Kitas und Schulen offen bleiben: "Präsenzunterricht in der Schule ist mehr als Bildung, das ist das Treffen mit Freunden." Das könne nicht mit Hybrid- oder Digitalunterricht kompensiert werden. Die Testkapazität soll verbessert werden und Gesundheitsämter über mögliche Quarantänemaßnahmen entscheiden. Und es bleibe beim Beginn der Weihnachtsferien am 19. Dezember, so Schwesig.

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Das Land habe nach wie vor die bundesweit niedrigsten Infektionswerte. Daher werde es die schärferen Regeln im Einzelhandel anderer Länder nicht mitmachen, erklärte Schwesig. Grundsätzlich ist der Bund-Länder-Einigung zufolge vorgesehen, dass in Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern sich höchstens eine Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten soll. Bei Geschäften, die größer sind, darf auf die zusätzliche Fläche dann höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche kommen. Ob Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls bei der neu beschlossenen Maskenpflicht vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen abweicht, war zunächst noch unklar.

Am Sonnabend ist ein Corona-Gipfel in Schwerin geplant. Dort sollen die Beschlüsse in die Corona-Landesverordnung eingearbeitet werden, die dann zum 1. Dezember in Kraft treten soll.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.11.2020 | 05:30 Uhr

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