Stand: 26.03.2020 19:25 Uhr

Corona: Soforthilfen werden jetzt ausgezahlt

Ein Mann im Anzug wird ein 100 euro Schein gereicht. © fotolia.com Foto: Wolfgang Zwanzger
Das Landesförderinstitut (LFI) hat mit ersten Auszahlungen von Soforthilfe u.a. an Solo-Selbstständige begonnen. (Symbolbild)

Die Soforthilfe für Corona-geschädigte Firmen in Mecklenburg-Vorpommern kommt nun bei den ersten Betrieben an. Nach Angaben des Wirtschaftsministerium hat das Landesförderinstitut (LFI) am Donnerstag mit der Auszahlung der Zuschüsse an Solo-Selbstständige, Kleinst- und Kleinunternehmen begonnen. Die Anfragen und Rückmeldungen aus der Wirtschaft seien riesig, so Wirtschaftsminister Glawe. Und er versicherte, dass schnell und unbürokratisch gearbeitet wird. Nach Angaben des Ministerium wurde das Antragsformular seit Mittwoch mehr als 80.000 Mal von der Internetseite des Landesförderinstituts heruntergeladen, 10.000 ausgefüllte Anträge gingen bereits beim LFI ein.

Soforthilfe muss nicht zurückgezahlt werden

Die Unternehmen können ohne Hilfen von 9.000 bis 40.000 Euro beantragen, gestaffelt nach der Zahl der Mitarbeiter. Die Hilfe muss nicht zurückgezahlt werden. Gefördert werden sowohl Einzelunternehmer als auch Firmen mit bis zu 49 Beschäftigten. In dem dreiseitigen Fragebogen müssen die Unternehmer begründen, inwiefern die Corona-Pandemie zu ihrer finanziellen Notlage geführt hat. Das Geld soll vom Bund kommen. Es wird zunächst aber vom Land vorgestreckt, um rasch für Liquidität zu sorgen.

Schutzfonds von 1,1 Milliarden Euro eingerichtet

Um den Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern durch die Corona-Krise zu helfen, hatte die die Landesregierung am Dienstag einen Schutzfonds im Umfang von 1,1 Milliarden Euro aufgelegt. Die Anträge auf Unterstützung können seit Dienstagabend auf der Internetseite des Landesförderinstituts Mecklenburg-Vorpommern heruntergeladen werden.

Milliarden-Schutzfonds für die Wirtschaft in MV

Das Kabinett hatte sich darauf verständigt, 700 Millionen Euro für Darlehen und Zuschüsse bereitzustellen. Der Bürgschaftsrahmen für Bankkredite soll um 400 Millionen Euro erweitert werden. Mit den Landeshilfen solle insbesondere Klein- und Kleinstfirmen schnell unter die Arme gegriffen werden, sagte Ministerpräsidentin Schwesig. Die Finanzierung der umfangreichen Hilfen soll durch einen Nachtragshaushalt beschlossen werden.

Rücklagen für Notfälle

Für den Schutzfonds werde die Schuldenbremse ausgesetzt, sagte Schwesig weiter. Um dieses Hilfspaket zu finanzieren, werde vom Land ein Kredit aufgenommen: Unternehmen mit ein bis fünf Arbeitnehmern können 9.000 Euro, mit sechs bis zehn Arbeitnehmern 15.000 Euro, mit elf bis 24 Arbeitnehmern 25.000 Euro und Unternehmen mit 25 bis 49 Mitarbeitern 40.000 Euro beantragen. Das Geld sei vorhanden, denn das Land habe Rücklagen für Notfälle wie diesen gebildet, erklärte die Ministerpräsidentin.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.03.2020 | 18:00 Uhr

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