Stand: 30.03.2020 05:27 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Corona: Schwesig will Kontaktverbot "eher noch verschärfen"

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat mit Blick auf Ostern eine Verschärfung des Kontaktverbots zur Eindämmung des Coronavirus befürwortet. "Es geht nicht, dass sich an Ostern die Familien gegenseitig besuchen, dass man irgendwo hinfährt und Picknick macht", sagte Schwesig am Sonntagabend in den ARD-Tagesthemen. Auf dies werde man in diesem Jahr verzichten müssen, "wenn wir wollen, dass wir es im nächsten Jahr wieder gemeinsam erleben können."

VIDEO: Kontaktsperre: Was ist verboten und was nicht? (5 Min)

Handyortung ist "Wirklich starker EIngriff"

Von der Handyortung als Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie hält Schwesig dagegen eher wenig. Dies sei "wirklich ein echt starker Eingriff. Deshalb finde ich es auch gut, dass das erst einmal zurückgestellt worden ist." Es gebe geeignetere Instrumente, eben "dass wir das Kontaktverbot in Richtung Osterferien uns noch einmal anschauen müssen und in meinen Augen eher noch verschärfen müssen."

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Ministerpräsidentin Schwesig © NDR Foto: NDR

"Wichtig, dass alle zuhause bleiben"

Handy-Ortungen im Kampf gegen das Coronavirus sieht Ministerpräsidentin Schwesig skeptisch. Sie setzt auf das Kontaktverbot. Dies könnte noch verschärft werden. (tagesschau.de) extern

"Nicht quer durch Deutschland reisen"

Schwesig verteidigte zudem das Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern zu touristischen Zwecken. "Es ist wichtig, dass jetzt alle zuhause bleiben, sich in ihrem Umfeld bewegen und nicht quer durch Deutschland reisen." Der Tourismus-Stop treffe den Nordosten mitten ins Herz. Wirtschaftlich werde damit eine Erfolgsgeschichte der letzten 30 Jahre jäh gestoppt. Dennoch stehe die Gesundheit der Bevölkerung und der Gäste vor wirtschaftlichen Interessen. Für eine solche Pandemie gebe es in Mecklenburg-Vorpommern nicht ausreichend medizinische Versorgung, um Einheimische und Urlauber zu behandeln, so Schwesig.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.03.2020 | 06:00 Uhr

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