Stand: 24.08.2020 14:04 Uhr

Corona: Nun auch Schule in Gützkow betroffen

Bei einem Kind wird ein Rachenabstrich gemacht. © colourbox Foto: -
Kontaktpersonen eines Schülers in Franzburg werden von einem mobilen Abstrichteam der Bundeswehr auf das Coronavirus getestet. (Symbolbild)

Zwei weitere Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind vom Corona-Virus betroffen. Am Schlossgymnasium Gützkow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sind drei Lehrer vorsorglich in Quarantäne geschickt worden, wie die Kreisverwaltung am Montag mitteilte. Zuvor waren Mutter und Vater eines Schülers positiv auf das Virus getestet worden. Einer der beiden war vor einer Woche bei einer Elternversammlung in der Turnhalle des Gymnasiums, an der rund 60 weitere Eltern und Lehrer teilgenommen hatten. Neben den drei Lehrern wurden 50 weitere Menschen in Quarantäne geschickt. Insgesamt hat das Gesundheitsamt am vergangenen Wochenende mehr als 100 Kontaktpersonen ermittelt. Beim Kind der infizierten Eltern ist ein erster Test negativ ausgefallen.

Zwölfjähriger positiv getestet

Auch an der Martha-Müller-Grählert-Schule in Franzburg (Landkreis Vorpommern-Rügen) ist ein Corona-Fall aufgetreten. Ein zwölfjähriger Schüler wurde positiv auf eine Infektion mit dem Virus getestet. Zunächst wurden die Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt. Wie sich der Schüler angesteckt hat, ist noch nicht bekannt. Seine Eltern gaben gegenüber dem Gesundheitsamt des Kreises an, dass sie weder in Risikogebieten noch auf Veranstaltungen waren.

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Symptome: Fieber und Halsschmerzen

Der Siebtklässler hatte nach Angaben der Kreisverwaltung am vergangenen Mittwoch über Fieber, Husten, Schnupfen und Halsschmerzen geklagt. Bei einem Hausbesuch nahm ein Arzt am Donnerstag einen Abstrich - auch beim älteren Bruder, der über die gleichen Symptome klagte. Der jüngere Bruder wurde positiv getestet, der ältere nicht. Der Junge hatte Kontakt mit 40 Kindern und 13 Lehrern, wie Kreissprecher Olaf Manzke berichtete. "Wir sind optimistisch, das wir alle Kontaktwege ermitteln konnten und auch noch ermitteln", so Manzke weiter.

Mobiles Abstrichteam soll Kontaktpersonen testen

Der erkrankte Junge sowie die Kinder und Lehrer, die mit ihm Kontakt hatten, sind seit Sonnabend zu Hause in Quarantäne. Sie werden nach und nach von einem mobilen Abstrichteam der Bundeswehr auf das Coronavirus getestet. Der Kreis bemüht sich zudem, ein weiteres Team von einem Sozialverband zu mobilisieren, das bei den Tests unterstützt.

Quarantäne zieht Lehrermangel nach sich

Ab Montag sollen die siebten bis neunten Klassen zunächst zu Hause lernen, wie die Schulleitung auf der Internetseite der Schule mitteilte. Durch die 13 Lehrer, die nicht weiter arbeiten können, herrsche an der betroffenen Schule Lehrermangel, sagte Kreissprecher Manzke. Schüler der Grundschule und die der fünften, sechsten und zehnten Klassen werden weiterhin unterrichtet.

Kommen flächendeckende Fiebertests an Schulen?

Zuvor waren bereits Schulen in Ludwigslust, Rostock, Schwerin und Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) betroffen. Um solche Fälle künftig weitgehend zu verhindern, gibt es im Bildungsministerium Überlegungen, in der bevorstehenden Erkältungszeit flächendeckend Schüler-Fiebertests vorzunehmen. "Wir führen gerade Gespräche mit den Gesundheitsexperten und prüfen das ernsthaft", sagte ein Ministeriumssprecher. "Fiebermessungen können in der Erkältungszeit im Schutzkonzept ein guter Baustein sein." Sie böten Eltern und Lehrkräften mehr Sicherheit, wenn mit dem Herbst Schnupfen bei Kindern häufiger auftrete, so der Sprecher weiter. Die Maßnahme könne dazu beitragen, Schulschließungen zu vermeiden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 24.08.2020 | 14:00 Uhr

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