Eine Hand hält einen Covid-19-Impfstoff und eine Spritze. © picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON Foto: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON

Corona: Neuer Impfstoff wird an Impfzentren verteilt

Stand: 08.01.2021 16:39 Uhr

Die neue Lieferung des Biontech-Impfstoffs soll an die Impfzentren in Mecklenburg-Vorpommern verteilt werden. Zunächst werden die über 80-Jährigen in alphabetischer Reihenfolge eingeladen.

Mecklenburg-Vorpommern hat am Freitag eine weitere Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech-Pfizer bekommen. 15.000 Impfdosen wurden erwartet. Bislang waren vor allem mobile Impfteams unterwegs, nun wird der Impfstoff an die Impfzentren im Land verteilt. Diese nehmen nach und nach den Betrieb auf. In Mecklenburg-Vorpommern sind laut RKI bis Donnerstagmittag mehr als 21.000 Menschen geimpft worden - im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten in ganz Deutschland.

Impfzentren im Landkreis Vorpommern-Rügen öffnen am Dienstag

Im Kreis Vorpommern-Rügen sind aktuell 20 Pflegeheime von den mobilen Impfteams besucht worden. Bis Ende kommender Woche sollen alle 33 Pflegeeinrichtungen versorgt sein, sagte eine Kreissprecherin. Am kommenden Dienstag um 7 Uhr öffnet zudem das stationäre Impfzentrum in Stralsund. Dort können sich vorerst Menschen über 80 Jahre gegen Corona impfen lassen, die per Brief einen Termin erhalten haben. Der Kreis Vorpommern-Rügen erwartet am Montag eine neue Impfstoff-Lieferung.

Impfteams besuchen 23 Pflegeheime in Vorpommern-Greifswald

Im Kreis Vorpommern-Greifswald haben die Impfteams bereits 23 Pflegeheime aufgesucht. Auch die Impfzentren in Pasewalk und Greifswald sollen aller Voraussicht nach am kommenden Dienstag öffnen. Über die drei Impfzentren in Vorpommern sollen künftig auch die Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen mit Impfstoff versorgt werden.

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Impfzentrum im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist startklar

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist das Impfzentrum in Trollenhagen bei Neubrandenburg starklar - am Dienstag geht es in Betrieb. Ein zweites Impfzentrum ist in Waren im Aufbau. Seit Ende vergangenen Jahres sind vier mobile Impfteams in 25 Senioren- und Pflegeheimen unterwegs. Sie haben dort insgesamt 1.900 Mitarbeiter und Bewohner geimpft. Die Impf-Bereitschaft unter den Heimbewohnern ist relativ hoch. 60 bis 80 Prozent von ihnen wollen sich laut Kreisverwaltung impfen lassen. Kommende Woche wird neuer Impfstoff erwartet, dann soll es zügig weitergehen.

Kliniken melden hohe Impfbereitschaft

Auch bei Pflegekräften und medizinischem Personal gibt es eine hohe Impfbereitschaft. 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Neubrandenburg sind bereits teil-immunisiert. Wäre mehr Impfstoff da gewesen wäre, wären es deutlich mehr gewesen. Eine ähnlich hohe Impfbereitschaft meldet das Klinikum in Waren.

In Nordwestmecklenburg impfen auch Hausärzte in Pflegeheimen

Im Landkreis Nordwestmecklenburg sind in den vergangenen Tagen dutzende mobile Impfteams in die Pflegeinrichtungen gefahren und haben dort Bewohner und zum Teil auch das Personal immunisiert. Das machen zum großen Teil die Hausärzte, die in den Heimen sowieso ihre Patienten betreuen. Der bisher gelieferte Impstoff hat für rund 2.000 Bewohner und Mitarbeiter in den 15 Einrichtungen des Kreises gereicht, weiter geht es, wenn Nachschub da ist. Dann sollen auch Mitarbeiter der Rettungsdienste geimpft werden.

Impfungen in Schweriner Pflegeeinrichtungen fast fertig

In Ludwigslust-Parchim sind bislang Bewohner und Mitarbeiter in knapp zwei Drittel der Pflegeeinrichtungen geimpft worden. Kommende Woche will man die Impfungen hier, so weit es geht, abschließen und damit beginnen, Senioren zu impfen, die zu Hause leben. Die Stadt Schwerin meldet, das bislang rund 2.200 Bewohner und Beschäftigte in allen 20 stationären Pflegeheimen geimpft sind - und auch bereits ambulante Pflegekräfte. Hier soll es Montag weitergehen, wenn neuer Impfstoff da ist.

Menschen über 80 werden angeschrieben

Am Donnerstag sind auch die ersten Briefe von den Landesbehörden an 2.500 Menschen über 80 Jahre herausgegangen, die nun einen Impftermin vereinbaren können. Eingeladen wird in alphabetischer Reihenfolge. Heute sollen weitere 2.500 Briefe verschickt werden. Laut ARD Deutschlandtrend steigt die Impfbereitschaft in Deutschland. 54 Prozent der Befragten wollen sich auf jeden Fall gegen das Coronavirus impfen lassen, 21 Prozent wahrscheinlich.

Ambulante Pflegekräfte haben zwei Impf-Möglichkeiten

Auch die Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten sollen schnell geimpft werden. Das teilte das Sozialministerium auf Anfrage von NDR1 Radio MV mit. Sie können ebenfalls von den mobilen Impfteams aufgesucht werden. Dafür müssen die Einrichtungen entsprechende Termine mit einem Call-Center vereinbaren. Ein Sprecher des Sozialministeriums sagte, heute würden Hinweisblätter an die ambulanten Pflegedienste verschickt, die zum Beispiel erklären, wie die Räume vorbereitet werden müssen, bevor die mobilen Teams kommen. Die ambulanten Pflegekräfte können aber auch in das jeweilige Impfzentrum fahren. Hier sei es möglich, Blocktermine für mehrere Mitarbeiter zu vereinbaren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 08.01.2021 | 16:15 Uhr

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