Stand: 16.05.2020 17:41 Uhr

Corona: Mehr Schulunterricht und Hortbetreuung in MV

Kinder stehen im Rahmen eines Medientermins in einem Kindergarten in Hamburg. Die große Zahl von armen Kindern in Mecklenburg-Vorpommern ist Thema einer Fachtagung am Sonnabend in Rostock. © dpa - Bildfunk Foto: Christian Charisius/dpa
Nach den Sommerferien soll versucht werden, den gewohnten Hortbetrieb wieder zu ermöglichen. (Archivbild)

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat weitere Schritte für den Wiedereinstieg ins öffentliche Leben festgelegt. Sie betreffen insbesondere die Bereiche Schule und Hort. Ab dem 3. August - nach den Sommerferien - solle es wieder einen weitgehend regulären Schulbetrieb geben, sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) nach Beratungen der Landesregierung mit der kommunalen Ebene am Sonnabend. "Für das neue Schuljahr werden wir einen regulären Schulbetrieb ermöglichen, der an die Gegebenheiten angepasst ist, aber der mehr Schule für die Schüler ermöglicht."

Zusätzliche Unterrichtsangebote für Sechstklässler

Nach Pfingsten soll geprüft werden, ob mehr Kinder in größeren Klassenräumen unterrichtet werden können. Sechstklässlern sollen zusätzliche Unterrichtsangebote ermöglicht werden, weil diese im kommenden Jahr einen Schulwechsel vollziehen. Bislang ist für Schüler lediglich ein Präsenztag pro Woche vorgesehen. Außerdem soll es für Dritt- und Viertklässler alleinerziehender Eltern in nicht systemrelevanten Berufen eine Notbetreuung im Hort künftig geben.

Grundschüler: Schule und Hort mindestens an einem Tag

Vom 25. Mai an bis zum Beginn der Sommerferien sollen Kinder der 1. bis 4. Klassen an einem Vormittag pro Woche Präsenzunterricht mit anschließender Hortbetreuung erhalten. Nach Angaben des Vorsitzenden des Landkreistages, Heiko Kärger (CDU), ist diese Betreuung auf täglich maximal vier Stunden beschränkt. Mehr sei wegen begrenzter räumlicher und personeller Kapazitäten nicht möglich. Laut Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) ist es das Ziel, den Hort für die Jüngsten - Schüler der Klassen 1 und 2 - ganzwöchig anzubieten - je nach den regionalen Möglichkeiten. In der zweiten Phase während der Sommerferien soll ein eingeschränkter Regelbetrieb ermöglicht werden - in getrennten Gruppen und mit festen Bezugspersonen. In der dritten Phase nach den Sommerferien soll versucht werden, den gewohnten Hortbetrieb wieder zu ermöglichen.

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Reha-Kliniken sollen ab 25. Mai wieder öffnen

Drese hatte zuvor bereits angekündigt, dass Fitness-Studios am 25. Mai öffnen können, drei Wochen früher als eigentlich geplant. Ab dem 25. Mai sollen auch die Rehakliniken in Mecklenburg-Vorpommern wieder öffnen können. Laut Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) wird derzeit an einem entsprechenden Konzept gearbeitet. Auch der Betrieb der Mutter-Kind-Kliniken soll dann wieder möglich sein. "Wenn ab dem 25. Mai Übernachtungsgäste aus anderen Bundesländern kommen können, muss dies auch für Patienten, die eine Rehabilitationsbehandlung benötigen, möglich sein", so Glawe.

Bewegung zeichnet sich bei Familienfeiern ab, die könnten größer ausfallen als bisher vorgesehen, heißt es aus dem Umfeld der Landesregierung. Möglicherweise sind Freiluft-Großveranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmern schon Mitte Juni oder früher möglich - bisher gilt der 30. Juni als frühester Termin. Geschlossen bleiben vorerst Bars und Kneipen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 16.05.2020 | 18:00 Uhr

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