Stand: 01.09.2020 13:48 Uhr

Corona: MV lässt Tagestouristen wieder ins Land

Zingst: Fahrradfahrer und Spaziergänger sind am Herrentag auf dem Deich unterwegs. © dpa-Zentralbild Foto: Bernd Wüstneck
An der Ostsee Fahrrad fahren - für auswärtige Tagesgäste bald wieder möglich. (Archivbild)

Ab kommendem Freitag (4. September) dürfen wieder Tagestouristen nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstagmittag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin. Hamburger, Schleswig-Holsteiner, Niedersachsen oder Polen - sie alle können dann wieder ins Land, ohne eine gebuchte Übernachtung zu benötigen. Das macht auch kurze Besuche und private Übernachtungen bei Freunden oder entfernteren Verwandten über die Landesgrenze hinweg wieder möglich. Für Tagesbesuche gelte allerdings, dass Einreisen aus Risikogebieten weiterhin nicht erlaubt sind, so Schwesig.

Diskotheken dürfen öffnen

Ab Freitag dürfen auch Clubs und Diskotheken wieder öffnen. "Musik und Live-Musik sind möglich, tanzen aber noch nicht", sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Ebenfalls in Kraft treten werden dann die neuen Bußgelder für Maskenverweigerer. 50 Euro beträgt die Mindeststrafe. Höchstens kann ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro verhängt werden.

Baldige Entscheidung über mehr Zuschauer beim Sport

Laut Glawe sind für den morgigen Mittwoch Gespräche mit Sportvereinen anberaumt. Darin soll geklärt werden, inwieweit wieder mehr Zuschauer erlaubt werden könnten. Insbesondere die Clubs der Top-Ligen im Land seien auf Besucher-Einnahmen angewiesen. Vorschläge sollen kommenden Dienstag vorgestellt werden. Denkbar sei, so Glawe, analog zu den Kinos mit Maske einen Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten oder auf das Abstandsgebot zu verzichten, sofern die Maskenpflicht gilt. Betroffen wären unter anderem die Fußballer von Drittligist Hansa Rostock, die am 13. September in der ersten DFB-Pokal-Runde den VfB Stuttgart empfangen, die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin, dessen Saison Anfang Oktober beginnt, die Basketballer von den Rostock Seawolves, die Mitte Oktober in die Zweitliga-Saison starten, sowie die Drittliga- Handballer in Rostock, Schwerin und Stralsund.

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Mit Blick auf die von der Pandemie arg gebeutelten Schausteller stellte die Landesregierung baldige Lockerungen in Aussicht. Insbesondere Herbst- und Weihnachtsmärkte sollen erlaubt werden, sofern es die Infektionszahlen erlauben.

Glawe: Impfstoff laut Bundesregierung Anfang 2021 verfügbar

Laut Glawe geht die Bundesregierung davon aus, dass es Anfang 2021 einen Covid-19-Impfstoff geben werde. Die Bundesregierung werde dazu Ende September oder Anfang Oktober ein Konzept vorstellen, in dem über die Verteilung des Impfstoffes informiert werden soll. "Die Forschungen sind sehr weit gediehen. Es laufen Tests, die in den nächsten vier bis sechs Wochen wohl abgeschlossen sein können." Sei dies soweit, sollte es schnell möglich sein, Impfchargen herzustellen, so Glawe.

Aufruf: Gegen Grippe impfen lassen

Glawe rief dazu auf, dass sich vorab jeder in diesem Herbst gegen Grippe impfen lassen sollte. In Greifswald, Rostock, Wismar und Stralsund sind laut Glawe neue Corona-Abstrichzentren an den Krankenhäusern eingerichtet worden. Vier mobile Teams würden dazu aktiviert. Mit der Bundeswehr gebe es derzeit Gespräche über die Aufstellung weitere mobiler Teams.

Warnung vor Reisen in Risikogebiete

Schwesig warnte vor Reisen in Risikogebiete. Insbesondere in den Herbstferien sollten die Menschen davon absehen. Sie lobte die ihrer Meinung nach gelungene Rückkehr zum Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen in Kitas und Schulen. Es gebe dort derzeit keine Corona-Fälle. In Kitas sei es weder zu Quarantäne-Maßnahmen noch zu Ausfällen gekommen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 01.09.2020 | 13:00 Uhr

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