Stand: 28.04.2020 12:39 Uhr

Corona: MV Werften verlängern Fertigungs-Stopp bis Ende Juni

Bauteil der "Global Dream" wird in Werfthalle in Wismar geschleppt. © MV Werften
Bei den MV Werften gilt seit dem 20. März Kurzarbeit. (Archivbild)

Die MV Werften mit Standorten in Wismar, Warnemünde und Stralsund verlängern den seit Mitte März geltenden Fertigungsstopp erneut. Wie die Werftengruppe am Dienstag mitteilte wird die Kurzarbeit bis Ende Juni verlängert. Eigentlich sollte die Arbeit am kommenden Montag wieder aufgenommen werden. Am Morgen bekamen die Mitarbeiter der Werften an allen drei Standorten die Nachricht per E-Mail oder per App auf ihre Smartphones.

Werften können Kurzarbeit nach Bedarf verlängern

Die Werft hat darüber auch die IG Metall und den Betriebsrat informiert. Da die sogenannte Betriebsvereinbarung zum Pandemiefall vorliegt, können die Werften die Kurzarbeit nach Bedarf verlängern. Nach Angaben des Betriebsrates hängt diese zweimonatige Verlängerung mit den Gesprächen zwischen Werft und Wirtschaftsministerium zusammen.

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Ende der Kurzarbeit von Entscheidung über Hilfen abhängig

Bis Ende Juni solle über die Hilfen für die Werft entschieden werden. Sollte eine Entscheidung eher fallen, könnte die Kurzarbeit auch früher beendet werden, hieß es vom Betriebsrat. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte dafür bis zu 600 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Zulieferer sollen wegen unbezahlter Lieferungen an die MV Werften mit bis zu 50 Millionen Euro unterstützt werden.

3.100 Beschäftigte an drei Standorten

Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) hatte die Hilfen jedoch an strenge Bedingungen geknüpft. So müsse es eine gerechte Lastenverteilung zwischen dem Land und dem Bund geben. Bei den MV Werften herrscht seit dem 20. März Kurzarbeit. An allen drei Standorten zusammen arbeiten rund 3.100 Menschen.

 

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NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 28.04.2020 | 13:00 Uhr

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