Stand: 08.04.2020 06:37 Uhr

Corona-Krise: Verbände empfehlen Wohngeldantrag

Wegen der Corona-Krise haben Mieter es jetzt leichter, Wohngeld zu beantragen. Der Verband der Wohnungsunternehmer in Mecklenburg-Vorpommern und der Mieterbund empfehlen, Ansprüche zur prüfen und die finanziellen Hilfen auch zu beantragen.

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Antrag auch formlos möglich

Viele Mieter in Mecklenburg-Vorpommern haben zurzeit Schwierigkeiten, ihre Wohnung zu bezahlen. Weil der Arbeitgeber Kurzarbeit verordnet hat und sonstige Einnahmen fehlen. Angesichts der Corona-Krise haben Bundestag und Bundesrat den Zugang zum Wohngeld stark vereinfacht, erklären die Geschäftsführer vom Landesverband des Mieterbundes sowie dem Verband norddeutscher Wohnungunternehmen in einer Mitteilung. Ein Antrag sei formlos möglich, etwa per Telefon oder E-Mail.

Vorschuss ohne übliche Prüfung

Die Ämter in Städten und Gemeinden seien angehalten, Anträge auf Wohngeld rasch und unbürokratisch zu bearbeiten. Das Geld könne häufig als Vorschuss ausgezahlt werden. Zudem würden die Behörden derzeit auf die sonst übliche umfassende Prüfung von Vermögen und Wohnungsgröße verzichten. Es sei denn, es gibt begründete Hinweise auf ein großes Vermögen.

Sozialleistungen müssen in Anspruch genommen werden

Entscheidend ist aber, dass die betroffenen Mieter die ihnen zustehenden Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Neben dem Wohngeld sind das Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld. Wer darauf keinen Anspruch habe, sollte beim Jobcenter umgehend einen Antrag auf Grundsicherung stellen. Und Mieter sollten auch das Gespräch mit ihrer Genossenschaft oder ihrem Vermieter suchen. Gemeinsam lasse sich schnell herausfinden, ob und in welcher Höhe ein Anspruch auf Sozialleistungen besteht.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 08.04.2020 | 06:30 Uhr

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