Corona in MV: Kirchengemeinden gestalten Adventszeit anders

Stand: 25.10.2020 14:43 Uhr

Fünf Wochen sind es noch bis zum ersten Advent - in diesem Jahr wird die Advents- und Weihnachtszeit in Mecklenburg-Vorpommern wegen der Corona-Pandemie allerdings anders ablaufen müssen als gewohnt.

Viele Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben der Kirche auf die besondere Situation eingestellt. Vor allem heißt das Motto in diesem Jahr: Raus aus den Kirchen, in die Straßen und auf die Plätze. Dort dürfen kleinere Gruppen singen. Das Singen spielt in der Adventszeit ja eine wichtige Rolle und ist in den Kirchen aus Infektionsschutzgründen derzeit nicht möglich. Draußen oder von Kirchtürmen aus können auch kleinere Bläser-Ensembles Adventslieder spielen. Außerdem werden regelmäßige Andachten organisiert - auf Marktplätzen, in Pfarrgärten oder bei der Freiwilligen Feuerwehr sollen Menschen an der Feuerschale zusammenkommen – mit dem nötigen Abstand.

Aktion "Hoffnungsleuchten" im ganzen Norden

Norddeutschlandweit läuft die Aktion Hoffnungsleuchten - die Menschen sind aufgerufen, überall im Freien, zuhause oder am Arbeitsplatz Sterne aufleuchten zu lassen, um damit auf die besondere Zeit aufmerksam zu machen.

Heiligabend: Mehrere kleine Gottesdienste geplant

Das Ziel der Kirche ist es, dass jeder, der möchte, einen Weihnachtsgottesdienst besuchen kann. Aber es ist auch klar, dass nicht tausende Menschen wie gewohnt am Nachmittag oder frühen Abend zur Kirche gehen können. Deswegen planen viele Gemeinden für den 24. Dezember deutlich mehr dafür aber kürzere Gottesdienste - und zwar über den ganzen Tag verteilt und bis in die Nacht hinein. Und Gottesdienste im Freien. Die Besucher müssen sich dann vorher zu einem Gottesdienst anmelden oder Teilnahmekarten besorgen. Die gibt es demnächst in den Kirchen und Gemeindebüros und im Internet. Das ist erforderlich, damit Heiligabend niemand weggeschickt werden muss, weil die Kirche voll ist - also voll unter Infektionsschutzbedingungen.

Kirchengemeinden verstärken digitales Angebot

Für Menschen, die zum Fest vorsichtshalber lieber zu Hause bleiben wollen, wird es wie gewohnt evangelische und katholische Fernseh- und Rundfunkgottesdienste geben. Viele Kirchengemeinden setzen in diesem Jahr auch auf digitale Angebote: Gottesdienste und Andachten werden ins Internet gestellt. Weihnachtsbriefe werden per E-Mail verschickt oder auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht. Man muss sich dieses Jahr einfach erkundigen, was wann in der eigenen Gemeinde angeboten wird und das Weihnachtsfest womöglich etwas anders planen als sonst.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 25.10.2020 | 15:00 Uhr

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