Corona: Kaum Feuerwerk zu Silvester auf Usedom

Stand: 13.10.2020 15:25 Uhr

Ist ist noch nicht sicher, wie Silvester dieses Jahr aussehen wird. Viele Partys sind bereits abgesagt worden. Zum Beispiel auf Usedom, in den Kaiserbädern und an der Kur-Muschel von Zinnowitz.

Obwohl es zunächst erst anders aussah, haben Touristen im Sommer bei vielen Unternehmen im Land die Kasse klingeln lassen. Statt im Süden Europas oder am Mittelmeer haben viele Familien Urlaub an den Küsten von Mecklenburg-Vorpommern gebucht. Zum Jahreswechsel rechnen viele Hotelbetreiber mit zahlreichen Buchungen. Anders sieht es jedoch zu Silvester aus. Viele Partys sind bereits abgesagt worden. Zum Beispiel auf Usedom, in den Kaiserbädern und an der Kur-Muschel von Zinnowitz.

Viele Partys bereits abgesagt

Dort gibt es nach der aktuellen Planung an der Promenade nur den Wintermarkt mit elf Buden, sagte der Kurdirektor von Zinnowitz, Carsten Nichelmann, zu NDR 1 Radio MV. Und in Heringsdorf wurde die Winterwelt am Meer auf den Sportplatz verlegt, damit Besucher mehr Abstand zueinander halten können. Unklar sind aber noch die großen Feuerwerke in den Seebädern. Ob es die geben wird, ist bislang unklar. Die Kurverwaltungen würden sie gern zünden lassen, aber Corona könnte auch da ein Strich durch die Rechnung machen. Zum Silvesterfeuerwerk in Zinnowitz kommen jedes Jahr bis zu 10.000 Gäste. In diesem Jahr, so die Befürchtung, könnten am Strand die Abstände mit so vielen Menschen nicht eingehalten werden. Die Veranstalter warten nun auf eine verbindliche Aussage von den Behörden im Land und im Kreis.

Bereits 120.000 Buchungen zum Jahreswechsel

Für Urlauber wird es wohl keine großen Feiern geben, was für viele sicherlich ärgerlich sein dürfte. Denn die meisten kommen gerade deshalb nach Usedom, um am Strand oder auf der Promenade zu feiern. Immerhin haben laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) zum Jahreswechsel rund 120.000 Gäste einen Aufenthalt auf der Insel gebucht. Doch auch den Veranstaltern entgehen Einnahmen. Der Pyrotechniker André Bonitz aus Vorpommern sagte NDR 1 Radio MV, sein Lager sei immer noch voll. In diesem Jahr wurden bereits viele große Feuerwerke abgesagt – etwa bei den Wallensteintagen in Stralsund, bei Ryck in Flammen in Greifswald oder die Feuerwerke zum 3. Oktober auf Usedom. Einige seiner Kollegen, so sagte Bonitz, müssten ihren Job aufgeben, sollte es keine Aufträge geben. Sie hoffen jedoch, das mit Auflagen die Raketen gezündet werden können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Der Tag | 13.10.2020 | 16:10 Uhr

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