Stand: 27.08.2020 18:17 Uhr

Corona-Gipfel: In MV bleibt vieles beim Alten

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner
Ministerpräsidentin Schwesig rief dazu auf, Reisen in Corona-Risikogebiete zu unterlasse3n. (Archivbild)

Mecklenburg-Vorpommern will an den bisher im Land geltenden Corona-Schutzmaßnahmen weiter festhalten. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag nach der Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Für Mecklenburg-Vorpommern bleibt alles so, wie bereits am Dienstag auf dem MV-Gipfel verabredet und beschlossen", so die Ministerpräsidentin.

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Keine bundesweite Obergrenze bei Familienfeiern

Bei dem Spitzentreffen hatten sich die Kanzlerin und die 16 Länderchefs auf das weitere Vorgehen in der Corona-Krise verständigt. So sollen Großveranstaltungen bis Ende Dezember 2020 verboten bleiben. Ausnahmen gebe es für Veranstaltungen mit gewährleisteter Kontaktverfolgung und einem Hygienekonzept. Für private Feiern wurde keine bundesweit geltende Teilnehmer-Obergrenze festgelegt. Im Nordosten dürfen daher bei solchen Feiern weiterhin 50 Gäste und zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten sogar 75 Gäste teilnehmen.

Mindestbußgeld bei Maskenverstößen wird angehoben

Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Geschäften sowie im Nahverkehr soll ein Mindestbußgeld von 50 Euro gelten. In Mecklenburg-Vorpommern werden solche Vergehen bisher mit 25 Euro bis zu 150 Euro Bußgeld geahndet. Daher werde das Mindestbußgeld im Nordosten auf 50 Euro angehoben, sagte Schwesig.

Änderungen für Reiserückkehrer: Der Staat zahlt nicht mehr

Auch beim Thema Urlaubsreisen wurden Änderungen vereinbart. So bekommen Menschen, die wissentlich in ein Risikogebiet reisen, keine Kompensation des Verdienstausfalls mehr vom Staat. Reiserückkehrer sollen ab dem 1. Oktober eine 14-tägige Corona-Quarantäne frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach Rückkehr beenden können. "Diese Regel gilt bereits in Mecklenburg-Vorpommern", sagte Schwesig. Außerdem enden die kostenlosen Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten zum 15. September. Grundsätzlich rief Schwesig dazu auf, Reisen in Risikogebiete ganz zu unterlassen.

Sport mit mehr als 1.000 Zuschauern? Schwesig will mit Clubs sprechen

Ein weiteres Ergebnis: Die Zuschauerplätze in Stadien und Sporthallen bleiben bis Ende Oktober (fast) leer. Eine Arbeitsgruppe soll Vorschläge für den Umgang mit Fans bei bundesweiten Sportveranstaltungen erarbeiten. Schwesig kündigte Gespräche mit Top-Vereinen aus dem Land wie Hansa Rostock, dem SSC Schwerin und den Rostock Seawolves an. "Wir wollen darüber reden, ob künftig Sportveranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern wieder möglich sein können", sagte Schwesig. Die bereits ausgearbeiteten Konzepte der betreffenden Spitzenclubs sollen möglicherweise in die Überlegungen der Arbeitsgruppe einfließen, so Schwesig.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 27.08.2020 | 19:00 Uhr

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