Stand: 23.08.2020 13:50 Uhr

Corona: Geringes Interesse an Ausbildungsprämie in MV

Ein junger Koch probiert bei der 22. Regionalen Jugendmeisterschaft in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen in der Yachthafenresidenz Hohe Düne eines seiner Gerichte. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner
In Mecklenburg-Vorpommern sind noch knapp 5.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. (Symbolbild)

Die Sonderhilfe des Bundes für ausbildende Betriebe stößt in Mecklenburg-Vorpommern bislang auf geringes Interesse. Nach Angaben des Vizechefs der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Thomas Letixerant, sind bei den Arbeitsagenturen im Nordosten bislang nur vereinzelt Anträge gestellt worden. Zudem habe es etwa 200 Anfragen von Unternehmen zur Ausbildungsprämie gegeben. Viele Betriebe seien verunsichert, ob es ihnen auch in der derzeitigen Situation möglich ist, die Ausbildung weiter durchzuführen, so Letixerant weiter.

Bis zu 3.000 Euro pro Ausbildungsplatz erhältlich

Die Bundesregierung hatte auf die Corona-bedingten Folgen für den Ausbildungsmarkt reagiert und zum 1. August das Programm "Ausbildungsplätze sichern" als Teil des Konjunkturpakets auf den Weg gebracht. Klein- und Mittelbetriebe können pro erhaltenem Ausbildungsplatz einmalig 2.000 Euro bekommen. Firmen, die die Zahl ihrer Plätze aufstocken, erhalten 3.000 Euro für jeden zusätzlichen Ausbildungsplatz.

Außerdem gibt es eine Prämie von 3.000 Euro für Unternehmen, die Azubis von Pandemie-bedingt insolventen Betrieben übernehmen. Entscheidend für die Gewährung der Prämie ist laut Arbeitsagentur, dass der Ausbildungsbeginn zwischen dem 1. August 2020 und dem 15. Februar 2021 liegt.

Tausende Lehrstellen in MV unbesetzt

Ende Juli waren in Mecklenburg-Vorpommern 4.700 Lehrstellen unbesetzt und 2.600 registrierte Bewerber noch ohne Ausbildungsvertrag. Die aktuellen Bewerberzahlen werden in Kürze von der Arbeitsagentur veröffentlicht. Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) forderte Jugendliche ohne Lehrvertrag auf, sich rasch auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben. Sie verwies auf die Kampagne #echtpraktisch, mit der ihr Ministerium um Auszubildende für Handwerk, Handel und Industrie werbe. Die Kampagne soll insbesondere über soziale Medien laufen, um so junge Menschen zu erreichen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 23.08.2020 | 14:00 Uhr

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