Gäste des Fusion Festivals.

Corona: Fusion-Veranstalter wollen alle 70.000 Gäste testen

Stand: 25.03.2021 10:18 Uhr

Sollte sich die Corona-Lage soweit entspannt haben, dass auch der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern wieder erlaubt ist, will der Fusion-Veranstalter das Festival stattfinden lassen. Alle 70.000 Gäste sollen dafür auf Corona getestet werden.

Der Veranstalter der Fusion, der Verein Kulturkosmos Müritz, hat ein umfassendes Testkonzept zur Genehmigung des Festivals in Lärz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) eingereicht. "Wenn Massentourismus auch zur diesjährigen Festivalzeit wieder erlaubt ist, werden wir mit unserem lückenlosen Testkonzept die Fusion feiern", so der Vereinsvorsitzende, Martin Eulenhaupt. Die Tests sollen für alle Gäste der Fusion kostenlos sein.

Teststationen in Berlin, Hamburg und in Leipzig oder Jena

In dem Konzept ist vorgesehen, dass jeder, der das Festivalgelände betreten will, einen negativen PCR-Test benötigt. Jeweils 35.000 Fusion-Gäste an zwei Wochenenden Ende Juni und Anfang Juli sollen demnach vor und während des Festivals getestet werden. In drei Großstädten stellt der Kulturkosmos dazu Test- und Laborstationen bereit, in denen die Gäste vor der Abfahrt getestet werden können. Vorgesehen sind Teststationen in Berlin, Hamburg und entweder Leipzig oder Jena. Für alle, die direkt mit dem eigenen Auto anreisen, gibt es am Festivalgelände in Lärz eine eigene Station. Die PCR-Tests sollen bereits nach 90 Minuten ausgewertet sein.

Kontrolle durch Identitäts-Chip im Festivalbändchen

Alle negativ Getesteten sollen dann in Lärz ein Zugangsbändchen erhalten, das einen Chip mit einer individuellen Identitätssignatur enthält. So soll gewährleistet werden, dass ausschließlich coronanegative Personen auf das Veranstaltungsgelände gelangen. Um die Infektionen schon bei der Anreise in Autos und Bussen, an den Teststationen und beim Einlass zu minimieren, fordert der Veranstalter alle Gäste dazu auf, im Voraus einen Schnelltest zu machen.

Verein hofft auf Unterstützung durch Politik

Das Konzept wurde in den vergangenen Monaten mit Medizinern, Labors und IT-Spezialisten erarbeitet. Das verbleibende Infektionsrisiko auf dem Festival sei dadurch minimal und der Infektionsschutz höher als in jeder anderen Alltagssituation, erklärte Vereinsvorstand Eulenhaupt. Massenhafte PCR-Tests seien für Festivals nachhaltiger als die oft versprochene Kompensation von Ausfallkosten. Der Verein hofft nun auf Unterstützung durch die Politik.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 25.03.2021 | 09:00 Uhr

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