Christopher Street Day in Rostock zieht 3.000 Menschen an

Stand: 17.07.2021 18:00 Uhr

Lesben, Schwule, Transsexuelle und Transgender, Inter-, A- und Bisexuelle (LGBTIQA* ) haben auch dieses Jahr wieder ein buntes und lautes Zeichen für Akzeptanz und Gleichstellung gesetzt.

"Meine Stimme ist queer - Unsere Wahl gegen Diskriminierung" so das Motto des diesjährigen Christopher Street Day in Rostock in Anlehnung an die bevorstehenden Bundes- und Landtagwahlen. Corona-bedingt haben sich die Veranstalter des Christopher Street Day in diesem Jahr zudem für ein hybrides Modell entschieden. Heißt, diejenigen, die nicht vor Ort sein konnten oder wollten, hatten die Möglichkeit, der Demonstration via Livestream zu folgen. Trotzdem zog der CSD 2021 rund 3.000 Menschen in die Hansestadt.

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"Hauptsache Liebe" steht auf einem Plakat von Teilnehmern des Christopher Street Day in Rostock  Foto: Stefan Sauer/dpa

Christopher Street Day Rostock

Dieses Jahr bestand das bunte Programm des CSD wieder aus großer Demo und einem Fest im Stadthafen. Bildergalerie

Verein CSD Rostock kritisiert Politik

Zwar würden sich einige Parteien - auch bei der Demo - mit Regenbogen-Farben schmücken. Es dürfe aber nicht bei symbolischen Aktionen bleiben, kritisierte der Verein CSD Rostock. So sei vor sechs Jahren, im Jahr 2015 in Mecklenburg-Vorpommern ein Landesaktionsplan für die Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt verabschiedet worden. Dieser Plan sei aber mit leeren Minimalversprechen gefüllt. Die queere Versammlung forderte deshalb, endlich Geld für solche Ziele in die Hand zu nehmen und innerhalb der Landesregierung eine extra zuständige Person zu beauftragen.

Abschlusskundgebung im Stadthafen nur mit Negativtest

Der bunte Demonstrationszug mit Kostümen, Konfetti, Regenbogenfarben und farbenfrohem Make-Up zog durch die Innenstadt zum Stadthafen für ein Abschluss-Fest. Auf der vorbereiteten Fläche waren in der Nacht zu Freitag mehrere Regenbogenfahnen von Masten gerissen und gestohlen worden. Der CSD habe laut Polizei Anzeige erstattet. Auf das Abschlussfestgelände auf der Haedgehalbinsel durften jedoch im Gegensatz zum Demonstrationszug Corona-bedingt nur Genesene, Geimpfte oder negativ Getestete. Hierfür wurde im Stadthafen ein Testcontainer aufgestellt.

 

Dieses Thema im Programm:

Die Nachrichten | 17.07.2021 | 18:00 Uhr

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