Stand: 23.05.2017 11:08 Uhr

Castor-Blockierer: Berufungsprozess begonnen

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Vor dem Gericht in Stralsund protestierten Atomkraftgegner.

Begleitet von Protesten hat am Dienstagmorgen am Landgericht Stralsund ein Berufungsverfahren gegen zwei Atomkraftgegner begonnen. Die in erster Instanz freigesprochenen Männer sollen sich laut Staatsanwaltschaft der versuchten Nötigung strafbar gemacht haben. Mitte Februar 2011 hatten sie sich bei Ribnitz-Damgarten an die Gleise der Bahnstrecke Rostock-Stralsund gekettet und sollen dadurch einen Castortransport von Karlsruhe ins Zwischenlager Nord in Lubmin aufgehalten haben.

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2013 bereits vom Vorwurf der Nötigung freigesprochen

Nach der Aktion erhielten beide einen Strafbefehl, gegen den sie beim Amtsgericht Ribnitz-Damgarten Einspruch einlegten. 2013 sprach der Richter die Männer vom Vorwurf der versuchten Nötigung frei. Die Staatsanwaltschaft Stralsund beanstandet nun dieses Urteil. Unter anderem sollen in der Hauptverhandlung Videos und Bildmappen als Beweis nicht berücksichtigt worden sein, hieß es. Für das Verfahren am Landgericht Stralsund sind drei Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll in einem Monat gesprochen werden. Während des Prozesses haben Atomkraftgegner Proteste vor dem Gerichtsgebäude angekündigt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.05.2017 | 11:00 Uhr

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