Stand: 04.05.2018 14:58 Uhr

Bundeswehr investiert Millionen

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Die Bundeswehr baut ihre Standorte in MV weiter aus, allein 500 Dienstposten sollen dazukommen (Archivbild).

Die Bundeswehr kommt nicht aus den Schlagzeilen - immer wieder ist von Ausrüstungsmängeln zu hören, von Panzern und U-Booten, die nicht einsatzfähig sind, von Kampf-Flugzeugen, die am Boden bleiben müssen. Nun machen neue Pläne von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Runde: sie will die Bundeswehr neu ausrichten - Landes- und Bündnisverteidigung sollen dieselbe Bedeutung haben wie Auslandseinsätze. Ein entsprechendes Papier soll im Juni vorliegen. Immer wieder fordert die Ministerin mehr Geld für die Bundeswehr - zuletzt war von 12 Milliarden Euro die Rede.

MV: Umzug und 500 neue Dienstposten

In Mecklenburg-Vorpommern baut die Bundeswehr nun ihre Standorte weiter aus. In den kommenden Jahren sollen hierzulande rund 500 Dienstposten dazukommen, insgesamt hat die Bundeswehr dann 11.000 zivile und militärische Mitarbeiter im Nordosten. Allein im maritimen Operationszentrum, das derzeit von Glücksburg in Schleswig-Holstein nach Rostock umzieht, werden dann 380 Mitarbeiter beschäftigt sein. Bis 2022 investiert die Bundeswehr hier auch 53 Millionen Euro in einen Neubau.

Investitionen in Hagenow, Neubrandenburg und Laage

Der Marinestützpunkt Hohe Düne wird für 11 Millionen ausgebaut, hier sollen ab 2022 neben den vorhandenen fünf Korvetten weitere fünf stationiert werden, die derzeit im Bau sind. Weitere Millioneninvestitionen sind unter anderem in Hagenow, Neubrandenburg und Laage geplant. Allein in der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne in Hagenow werden 18 Millionen Euro für Unterkünfte und für ein Sanitätsversorgungszentrum aufgewendet, neun Millionen Euro fließen in die Tollense-Kaserne in Neubrandenburg. Und der Fliegerhorst Laage bekommt für 12 Millionen Euro eine neue Halle.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 04.05.2018 | 14:00 Uhr

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