Stand: 09.11.2018 08:58 Uhr

Bund gibt Extra-Millionen für Forschung in MV

von Stefan Ludmann, NDR 1 Radio MV

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat den Weg für die Finanzierung mehrerer Forschungsprojekte in Mecklenburg-Vorpommern frei gemacht. Das Fraunhofer-Institut in Rostock und der Standort für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Neustrelitz können mit Extra-Millionen rechnen. Das teilte der CDU-Haushaltsexperte Eckhardt Rehberg nach der entscheidenden Sitzung am Donnerstag mit.

"Ocean Technology Center" soll entstehen

Für ein Projekt in Rostock gibt der Bund demnach 24 Millionen Euro frei: Das dortige Fraunhofer-Institut verstärkt seine Forschungen in der Unterwasser-Technologie. Es soll gemeinsam mit der Universität ein "Ocean Technology Center" entstehen. Dabei geht es um Konzepte, Windkraftanlagen auf See sicherer zu machen oder das Verlegen von Kabeln und Pipelines auf dem Meeresgrund zu erleichtern. Geforscht wird auch daran, wie Plastikmüll und Altmunition leichter beseitigt werden können. Der Landesanteil beträgt bereits 18 Millionen Euro.

Weltraum-Wettervorhersage aus Neustrelitz?

In Neustrelitz will der Bund - wie in der Koalitionsvereinbarung von Union und SPD angekündigt - jährlich sechs Millionen Euro investieren. Am dortigen Standort für Luft- und Raumfahrt entsteht ein Institut, in dem das Weltraumwetter beobachtet und vorhergesagt werden kann. Rehberg spricht von einem "positiven Signal für die ganze Region".

Rostock wird Modellregion für Städtebau-Förderung

Ein weiteres Ergebnis aus dem Haushaltsausschuss: Rostock wird eine von vier neuen Modellregionen für die Städtebau-Förderung. Das heißt, die Stadt erhält 25 Millionen Euro, auch um geplante Vorzeigeprojekte für die Bundesgartenschau 2025 zu finanzieren. Das teilten Rehberg und sein SPD-Kollege, der Wismarer Bundesabgeordnete Frank Junge, mit.

Gelder für Meeresmuseum, Dorfkirchen

Extra-Geld gibt es für das Meeresmuseum in Stralsund und mehrere Kulturdenkmale wie etwa die Dorfkirche in Grapzow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), die Marienkirche in Gnoien (Landkreis Rostock) und die Wasserburg Divitz bei Barth.

Millionen für sanierungsbedürftige Schlösser

Allein für dieses Projekt gibt der Bund nach Angaben von Rehberg und der SPD-Bundestagsabgeordneten Sonja Steffen zehn Millionen Euro. Der größte Anteil der jetzt beschlossenen Kultur- und Denkmalförderung geht an das Schloss Ludwigsburg in Loissin (Landkreis Vorpommern-Greifswald), 20 Millionen Euro sollen den Angaben zufolge in das Vorhaben fließen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.11.2018 | 07:00 Uhr

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